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Großenhain

Museum öffnet wieder am 17. März

Das Radebeuler Karl-May-Museum oder das Riesaer Stadtmuseum machen es vor: auch die Alte Lateinschule Großenhain empfängt bald Gäste.

Der neue Info-Monitor im Foyer des Museums Alte Lateinschule Großenhain zeigt Fotos und Filme zur Tausendjahrfeier.
Der neue Info-Monitor im Foyer des Museums Alte Lateinschule Großenhain zeigt Fotos und Filme zur Tausendjahrfeier. © Norbert Millauer

Großenhain. Nach vier Monaten im Lockdown freut sich das Museumsteam darauf, endlich wieder Besucher empfangen zu können. So wie auch in der nächsten Woche das Riesaer Stadtmuseum oder das Radebeuler Karl-May-Museum. Zum Neustart am 17. März gibt es gleich eine doppelte Premiere: die lange angekündigte Sonderausstellung „1954 – 1.000 Jahre Großenhain“ sowie die neuen LED-Strahler im Erdgeschoss des Museums Alte Lateinschule. Sie rücken die Inszenierung des großen Festumzugs und ein nachgebautes Wohnzimmer im Stil der 1950er-Jahre ins rechte Licht. Im Museumskino wird der historische 1.000-Jahrfeier-Film gezeigt. Die an verschiedenen Schauplätzen gedrehten Bilder und Sprecher Walter Jacob lassen die Zeit vor 67 Jahren wieder aufleben.

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Seit Januar schon macht das Banner am Haus am Kirchplatz auf die längst geplante Sonderschau aufmerksam. Ab März war damals schon mit der Wiedereröffnung gerechnet worden. Ohne Corona wäre die Schau schon im alten Jahr gelaufen. Jetzt werden alle Besucher gebeten, aus Gründen des Infektionsschutzes sich anzumelden.

Diese Werbung macht schon länger am Kirchplatz auf die vorbereitete Schau aufmerksam.
Diese Werbung macht schon länger am Kirchplatz auf die vorbereitete Schau aufmerksam. © Kathrin Krüger

Die Tausendjahrfeier im August 1954 war ein Spektakel, das bis heute den Älteren in Erinnerung ist - und nun auch den Jüngeren wieder ins Gedächtnis gerufen werden soll. Obwohl der Anlass ungerechtfertigt war, wie wir heute wissen, feierte die Stadtgesellschaft unter der Regie von Partei und staatlichen Organisationen zum ersten Mal nach dem Krieg wieder ein großes Fest.

Höhepunkt der Selbstdarstellung war der Festumzug mit 75.000 Zuschauern. Anhand zahlreicher Fotos, Plakate, Kostümen und Original-Kulissen aus dem Festumzug vermittelt die Museumsausstellung einen lebendigen Eindruck des Großereignisses und der Zeit, die durch wirtschaftliche Probleme und den forcierten Aufbau des sozialistischen Staates geprägt war.

Der Film aus dem Museumskino wurde erstmals 1955 gezeigt. Die neue Medienstation bietet die Möglichkeit, interaktiv im Festprogramm und in Fotoalben von damals zu blättern. "Wir denken, dass diese Ausstellung nach der coronabedingten Schließzeit ein Renner für die Großenhainer und ihre Gäste wird", hofft Museumsleiter Dr. Jens Schulze-Forster. Aus aktuellem Anlass der Ausgrabungen an der Meißner Straße macht er auch auf die Modelle der Stadttore aufmerksam, die 1954 im Festumzug mitgeführt wurden und die nun teilweise Teil der Sonderschau sind.

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Öffnungszeit: dienstags bis freitags, 9.30 Uhr bis 16 Uhr, sowie sonntags, 14 bis 18 Uhr. Es können jeweils 30-Minuten-Fenster gebucht werden. Anmeldung unter Telefon: 03522 304-174 oder per E-Mail an: [email protected].

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