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Neue Fußwegbrücke erst in einigen Jahren

Die Röder-Überlaufschwelle bei Bauda ist nur notgesichert. Jetzt plant die Talsperrenverwaltung die Erneuerung - und mit der Stadt einen neuen Steg.

Der aktuell gesperrte Steg über die Röder nahe der Baudaer Mühle. Hier geht der Wanderweg Roter Punkt drüber.
Der aktuell gesperrte Steg über die Röder nahe der Baudaer Mühle. Hier geht der Wanderweg Roter Punkt drüber. © Stadtverwaltung Großenhain

Bauda. Der im November 2015 von Bürgern bezahlte und gebaute Steg über die Röder an der Baudaer Mühle ist gesperrt. Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) hatte hier im Vorjahr eine Notsicherung vorgenommen. Doch die Wehrschwelle unter der Brücke soll grundsätzlich wegen Problemen der Standsicherheit neu gebaut werden. Für die LTV ist der Steg allerdings entbehrlich.

Für die Anwohner jedoch keinesfalls. Wie jetzt im Stadtrat informiert wurde, führt der schon zu DDR-Zeiten ausgewiesene Wanderweg Roter Punkt hier über die Röder. Der überregionale Wanderweg ist sehr beliebt und soll von der Stadt öffentlich gewidmet werden. "Die Stadtverwaltung prüft die Aufnahme in das Straßenbestandsverzeichnis", heißt es in der Vorlage an die Stadträte. Denn der Wanderer werde hier auf einem Weg neben der Röder zur Baudaer Mühle und in den Auwald südlich von Zabeltitz geleitet.

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Die LTV plant laut Stadt jetzt nicht nur die fachgerechte Instandsetzung der Wehrschwelle, die rund 90.000 Euro kosten könnte. Sondern gemeinsam mit der Stadt auch eine neue Fußwegbrücke. Denn die Stadt hat sich bereiterklärt, die Unterhaltung und die Verkehrssicherheitspflicht zu übernehmen. Eine freitragende Brücke soll künftig das Aufstauen von Treibgut verhindern. Eine Förderung des Vorhabens werde derzeit im Elbe-Röder-Dreieck über die ländliche Entwicklung geprüft.

Erst für 2025 sind allerdings die eigentlichen Baukosten von circa 75.000 Euro laut Vorlage vorgesehen. Die Ortschaftsräte Bauda, Wildenhain und Walda-Kleinthiemig wollen sich unbedingt für dieses Vorhaben engagieren. Sie unterstützen den Ersatzneubau "mit all uns zur Verfügung stehenden Mitteln", schrieben sie an die Verwaltung.

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Damit man von Walda aus bis zum Zabeltitzer Gabelwehr und zum Barockgarten entlang der Röder wandern kann, hatten Baudaer Bürger, Firmen aus der Region und der städtische Bauhof die Wehrbrücke 2015 wieder begehbar gemacht. Der Kleinthiemiger Metallbauer Mike Hausmann erklärte sich bereit, die seinerzeit fehlenden Brückenteile zusammenzuschweißen. Der Baudaer Jugendclub brachte die Metallteile von Hand zur Baustelle. Sechs Leute mussten ein zentnerschweres Teil über den schmalen Fußweg schleppen. Die Baudaer hatten das Wehr freigeräumt und auf der glitschigen Schwelle den Träger betoniert. Der Bauhof steuerte die hölzernen Bodenschwellen bei und stellte Farbe zum Streichen des Geländers zur Verfügung. Außerdem übernahmen die Mitarbeiter das Freischneiden des teilweise zugewachsenen Wanderweges. Die Baudaer Amateur-Brückenbauer hatten fast ein halbes Jahr gebraucht, um den Wanderweg wieder durchgehend begehbar zu machen.

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