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Neue Gebühren für Stadt-Einrichtungen

Ob Schlosssaal Zabeltitz oder Sozialgebäude Görzig: ab 2021 muss für die Nutzung mehr bezahlt werden. Was kostet eine private Einmietung künftig?

Hier macht noch der ehemalige Kneipp-Verein im Schlosssaal Zabeltitz Morgengymnastik. Der Saal wird an Vereine und Private sowie Unternehmen vermietet.
Hier macht noch der ehemalige Kneipp-Verein im Schlosssaal Zabeltitz Morgengymnastik. Der Saal wird an Vereine und Private sowie Unternehmen vermietet. © Klaus-Dieter Brühl

Großenhain. Die Stadt hat es sich mit der neuen Entgeltordnung für Räume zur Vermietung nicht leicht gemacht. Bevor sie jetzt beschlossen wurde, gab es eine lange Diskussion mit Ortsvorstehern, Ortschaftsräten und Feuerwehr. "Seit zehn Jahren ist die alte Entgeltordnung in Kraft und zwischenzeitlich nicht angepasst worden", heißt es aus dem Rathaus. Die Stadt folge nun dem Einnahmebeschaffungs-Grundsatz und berücksichtige die allgemeine Kostenentwicklung. 

Grundlage für die neuen Entgelte sind der Aufwand - Strom, Steuern, Versicherung etc. -  sowie Geschäftsausgaben wie Verbrauchsmaterial und Dienstleistungen bzw. Abschreibungen. Die ermittelten Gesamtkosten wurden durch die Gesamtfläche des jeweiligen Gebäudes geteilt, um einen Quadratmeterpreis zu erhalten. Dieser wurde mit den tatsächlich genutzten Flächen multipliziert und durch die Anzahl der Nutzungen geteilt. Daraus ergibt sich ein kalkulatorischer Preis. 

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Interessant ist dabei die Aufstellung der Vermietungen im Vorjahr. Spitzenreiter war das Sportkabinett Bauda mit 35 Mal, gefolgt von Schlosssaal und Schlosscafé Zabeltitz mit jeweils 29 Vermietungen. In der Beliebtheitsskala folgen das Sozialgebäude Görzig (22), das Dorfgemeinschaftshaus Folbern (15), das Feuerwehrhaus Großraschütz (13) und die Feuerwehr Skaup (10). Alle übrigen Objekte liegen im einstelligen Bereich, manche wurden auch gar nicht vermietet, so das Vereinshaus Zabeltitz.

Die Anzahl der Vermietungen in den Feuerwehren konnte laut Stadt allerdings nicht abschließend ermittelt werden. Deshalb wurden die neuen Entgelte für diese Räume an die der Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) angepasst. Ortschaftsräte nutzen die DGHs kostenfrei, für ortsansässige Vereine steigen die Preise nur um maximal 30 Prozent, was in der Regel fünf Euro ausmacht. "Die Entgelte sollen möglichst stabil gehalten werden, um die dörfliche Entwicklung zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft zu fördern", unterstreicht die Stadtverwaltung.  

© Stadtverwaltung Großenhain

Schon seit Sommer war der Entwurf der Neufassung in der Diskussion. Weder bei den Ortsvorstehern noch den Ortswehrleitern gab es Änderungswünsche, heißt es. Auch im Feuerwehrausschuss im September kam es zu keinen Klagen. Die gesamten Ortschaftsräte wurden in einer nicht öffentlichen Sitzung Anfang November nochmals vom bevorstehenden Beschluss informiert. Der wurde im Verwaltungsausschuss mit zwei Stimmenthaltungen (Hubertus Marx und Ute Enger von der Fraktion Gemeinsam für Großenhain) gefasst. 

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Zu beachten ist noch, wo es laut der neuen Entgeltordnung keine Vermietung an ortsansässige Vereine bzw. für kommerzielle Nutzung gibt: im Versammlungsraum Zschieschen, bei den Feuerwehren Klein-/Großraschütz, Großenhain, Zabeltitz/Treugeböhla, Bauda und Strauch. In Skaup und Walda entfällt lediglich die kommerzielle Vermietung. In den Versammlungsräumen der Feuerwehr ist die private Nutzung zudem nur für Kameraden vorgesehen. 

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