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Neuer Radweg durchs Hopfenbachtal

Großenhain muss einen Abwasserkanal zwischen Mülbitzer Straße und Am Friedhof neu bauen und will das nutzen, um das Fahrradwegnetz auszubauen.

Jetzt endet der Weg vom Friedhof zur Mülbitzer Straße an einem Zaun. Künftig soll man hier langradeln können.
Jetzt endet der Weg vom Friedhof zur Mülbitzer Straße an einem Zaun. Künftig soll man hier langradeln können. © Kristin Richter

Großenhain. Rund 500 Meter lang soll er werden, der neue Geh- und Radweg durch das Hopfenbachtal. In drei Jahren soll er die Mülbitzer Straße mit der Straße Am Friedhof verbinden und damit eine Lücke im städtischen Radverkehrskonzept schließen. Derzeit kann man auf diesem Abschnitt weder laufen noch fahren. Denn der Weg ist versperrt.

Die Erneuerung eines Entwässerungskanals macht die künftige Radwegverbindung möglich. Der Stadtrat traf jetzt einen Grundsatzbeschluss, diesen Abwasserkanal für Mischwasser zu erneuern. Das ist eine Folge des Neubaus des Regenüberlaufbauwerkes Doernestraße im Vorjahr. Die Ablaufleitung muss von DN 250 auf DN 400 vergrößert werden, das war Bestandteil der wasserrechtlichen Erlaubnis für das Überlaufbauwerk.

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Die Stadt will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit dem Kanalbau "Synergieeffekte hinsichtlich einer Kosteneinsparung durch eine gemeinsame Trassenführung" erreichen. Schon im Radverkehrskonzept von 2012 wurde das fehlende Teilstück in Nord-Süd-Richtung in die langfristige Planung aufgenommen. Der Kanal verläuft bisher im Bereich der Wiesenflächen auf 462 Metern zwischen Mülbitzer Straße und Am Friedhof, zwischen diesem und dem Hopfenbach.

Projekt im Haushalt planen

Die Planung gliedert sich in zwei Bauabschnitte: der Querung der Mülbitzer Straße und der Trasse durch die Aue. Sie ist teilweise Flora-Fauna-Habitatgebiet (FFH). Der Radweg wurde in drei Varianten untersucht, er soll 2,50 Meter breit werden. Die Vorzugsvariante beginnt an der Mülbitzer Straße, schwenkt dann in Richtung Osten und verläuft vor einem mit Bäumen bewachsenen Erdwall entlang. Nach circa 230 Metern an einer Baumlichtung durchquert die Trasse den Erdwall mit Baumbewuchs Richtung Osten bis zur Friedhofsmauer und schwenkt danach in Richtung Norden, dem Ableitungskanal folgend. Die Strecke verläuft dann bis zum Grünschnitt-Abfallplatz des Friedhofes über eine Wiesenfläche. Entlang des Grünschnittplatzes liegt sie auf einem vorhandenen unbefestigten Weg, welcher durch eine Gartenanlage an der Straße Am Friedhof endet.

Für diesen neuen Weg muss die Stadt laut Vorlage circa 2.200 Quadratmeter Grundstücksfläche erwerben. Das ist die Grundlage auch für Fördermittel. Mit beachtet werden müssen zudem Straßenbeleuchtung, Wasser, Strom, Gas und Telekommunikation. So werden die Gesamtkosten mit circa 785.000 Euro angesetzt. Für den Geh-/Radweg kann über das Förderprogramm kommunale Baulastträger ein Antrag beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gestellt werden, dort ist eine Förderung von 90 Prozent möglich, wenn der Weg öffentlich gewidmet wird.

Für die Sanierung des Mischwasserkanals wird ein Antrag auf Zuwendung an die SAB gestellt. Hier kann ein Zuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten ausgereicht werden. Wie Bürgermeister Tilo Hönicke im Stadtrat erklärte, soll in der Sitzung am 5. Mai über die Chance der Förderung und über die Naturschutzauflagen berichtet werden. Die Stadt wird die Maßnahme in den nächsten Doppelhaushalt 2022/23 einstellen. Gebaut werden soll im Folgejahr.

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