merken
PLUS Großenhain

Maske tragen beim Zuckertütenfest?

Der christliche Kindergarten Großenhain weicht auf seine Pfarrkirche aus und bläst das Sommerfest ab. Andere Einrichtungen behelfen sich anders.

Ein Zuckertütenfest ist der Abschied künftiger Schulanfänger aus ihrer Kindereinrichtung.
Ein Zuckertütenfest ist der Abschied künftiger Schulanfänger aus ihrer Kindereinrichtung. © Foto: Arvid Mueller

Großenhain. Das Kreisjugendamt hat an alle Kindereinrichtungen Hinweise geschickt, wie in diesem Jahr die Abschlussfeiern für Schulanfänger zu organisieren sind. Die sächsischen Regelungen, die seit 1. Juli gelten, sehen vor, dass alle einrichtungsfreien Personen in Kitas - auch im Außengelände - Maske tragen müssen. Für viele Eltern wäre damit die fröhliche Atmosphäre bei der Abschlussfeier deutlich getrübt. Wird das Fest hingegen außerhalb des Kita-Geländes von Eltern organisiert, gelten die Regelungen für private Feiern. Dann kann der Mund-Nasenschutz wegbleiben.

Maske bei der Segensfeier, wie das Zuckertütenfest in der katholischen Einrichtung heißt - das kommt im christlichen Kindergarten St. Katharina nicht infrage. Doch unabhängig von Corona findet die würdige Feier wieder in der Pfarrkirche in der Herrmannstraße statt - am 20. Juli. Dann werden zwölf Schulanfänger aus der Einrichtung in die Schule verabschiedet. Doch nach der Feier müssen alle nach Hause gehen. "Was wir nicht machen, ist ein Fest hinterher, das wir immer mit dem Sommerfest verbunden haben", bedauert Leiterin Ulrike Vogt. Auch in der Kirche müsse Abstand gehalten werden. Nur die Kernfamilie ist erlaubt - keine zusätzlichen Personen. Beim Programm ist das Team um Ulrike Vogt noch am Feilen.

Anzeige
„Wir geben zurück, was wir erhalten haben“
„Wir geben zurück, was wir erhalten haben“

Den Dresdnern war während der Jahrhundertflut 2002 bundesweit geholfen worden. Nun will Dresden den aktuellen Hochwasseropfern helfen.

Im Kinderhaus am Wasserturm in Großraschütz hat man sich beim Zuckertütenfest mit Übernachtung der Kinder selbst geholfen: Eine Teststrecke an einer zweiten Zuwegung wurde aufgebaut, wo sich alle Besucher vor Ort testen lassen konnten. Es sei denn, sie waren geimpft oder es wurde ein aktueller Test mitgebracht. "Wir wollten es unkompliziert machen, denn im letzten Jahr ging ja hier gar nichts", sagt eine Mitarbeiterin vom "Kinderglück". 2020 waren die Schulanfänger im Stadtpark, ihre Eltern mussten von weitem zuschauen, wie die Steppkes ihre Zuckertüten vom Baum pflücken. "Das war traurig", so die Erzieherin. Nun hat das Haus auch die Elternversammlung im Außengelände für nur einen Elternteil auf diese Weise organisiert - mit einem Meter Abstand. Und am 17. Juli ist Knirpsenfest im Gelände. Da dürfen auch nur die Eltern teilnehmen, niemand sonst.

Weiterführende Artikel

Endlich wieder „richtige“ Zuckertütenfeste

Endlich wieder „richtige“ Zuckertütenfeste

Die Entspannung in der Corona-Pandemie kommt zur richtigen Zeit. Nicht nur die Striegiszwerge profitieren davon.

Am Dienstag fand das Abschlussfest beim Verein Kinderwelt am Schacht statt. "Wir müssen die Abstände einhalten und lassen nur ein Elternteil zu, keine Geschwisterkinder", so die Einrichtungsleiterin. Masken sind Pflicht, außer natürlich beim Essen. Die Leiterin weiß, dass Eltern unterschiedliche Ansichten zu dieser Praxis haben. Aber die meisten sähen das vernünftig. "Letztlich müssen wir unser Hausrecht durchsetzen, um die Rahmenbedingungen einzuhalten." Die Schulanfänger hätten ein schönes Programm vorbereitet, die Organisation mit den Eltern sei aber wegen der Beschränkungen schwierig gewesen. "Es war ja lange soviel Ungewissheit, wie wir planen können", sagt die Leiterin zur SZ. Letztlich war alles nicht so entspannt wie sonst, doch der Verein versuchte, für die Schulanfänger das Beste daraus zu machen.

Corona-Informationen für Fachkräfte | Sächsischer Kita-Bildungsserver.

Mehr zum Thema Großenhain