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Großenhain

Pflanzaktionen müssen verlegt werden

Schmiede und Jagdgenossenschaft Großenhain konnten ihre Bäume noch in die Erde bringen. Alle anderen öffentlichen Aktionen sind leider gestoppt.

Die Pflanzaktion der Großenhainer Jagdgenossenschaft am 31. Oktober war eine der letzten, die vor dem Lockdown noch möglich waren.
Die Pflanzaktion der Großenhainer Jagdgenossenschaft am 31. Oktober war eine der letzten, die vor dem Lockdown noch möglich waren. © Klaus-Dieter Brühl

Großenhain. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung sind die geplanten Pflanzaktionen von Bäumen mit freiwilligen Helfern nicht mehr realisierbar. Geschafft hat es lediglich die Gesenk- und Freiformschmiede. Am 30. Oktober wurden von ihr auf Eigeninitiative und eigene Kosten fünf Kirschbäume erneuert, die bei der großen Pflanzaktion im Herbst 2019 von insgesamt 120 Bäumen nicht angewachsen sind. Die Schmiede pflegt die Bäume am Feldweg nach Weßnitz auch weiterhin.

Einen Tag später konnte auch die Jagdgenossenschaft Großenhain gemeinsam mit der Stadtverwaltung noch 20 Bäume, von Esche bis Eiche und Ulme, sowie 80 Sträucher in der Nähe der Großraschützer Straße an der Flutrinne in die Erde bringen. Der Stadtbauhof pflanzt im gesamten Stadtgebiet Bäume verstärkt als Ersatz von eingegangenen Bäumen, leider zunehmend auch Starkbäume. Etwa 70 Starkbäume werden aktuell nach- bzw. zusätzlich gepflanzt: Vom Rotdorn auf dem Frauenmarkt bis zur Schwarznuss im Tal der Gräser oder einer Ungarischen Eiche an der Kupferbergschule.

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Gepflanzt hat der Bauhof in dieser Woche außerdem 140 kleine Bäume an den ehemaligen Kleingärten an der Martin-Scheumann-Straße. Diese Aktion war eigentlich am Donnerstag mit der Grundschule Bobersberg geplant. Das Schulprojekt sollte auf einem kommunalen Grundstück stattfinden. Auf das Frühjahr verschoben ist der Parkeinsatz im Barockgarten Zabeltitz. Dann sollen neben anderen Arbeiten 15 neue Obstbäume im historischen Obstgarten sowie sieben neue Linden als Starkbäume und zahlreiche neue Hecken gepflanzt werden. 

Abgesagt ist auch der für den 14. November geplante Einsatz des Jugendchors unter Leitung von Stefan Jänke mit Anleitung der Stadtverwaltung. Ziel war, 1.000 Bäume (Ahorn, Linden, Robinien, Eichen etc.) als Aufforstung einer ehemaligen Deponie im Bauerntann Zabeltitz zu pflanzen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt kann die Aktion nicht mit dem Jugendchor durchgeführt werden. Derzeit wird die Möglichkeit der Pflanzung durch den Bauhof oder eine andere Firma geprüft, teilt die Stadtverwaltung mit.

An diesem Tag sollten auch durch den Ortschaftsrat, Bürger und Vereine des Ortsteiles Walda-Kleinthiemig 35 Linden, Eichen, Erlen, Tannen etc. sowie 210 Sträucher als Feldrand an der Turnhalle in Walda gepflanzt werden. Auch hier wird derzeit geprüft, ob der Bauhof das realisieren kann. 

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