merken
PLUS Großenhain

Quellteich wird wieder richtiges Gewässer

Die ökologische Sanierung des Waldaer Pfuhls erledigt eine Dresdner Firma. Der Freistaat zahlt die Hälfte der fünfstelligen Kosten.

Der kleine oder östliche Teich von Walda ist verschlammt und verlandet.
Der kleine oder östliche Teich von Walda ist verschlammt und verlandet. © Anne Hübschmann/Archiv

Walda. Der östliche Teich in Walda bedarf dringend einer ökologischen Sanierung. Die Einheimischen nennen das verlandete Gewässer längst Pfuhl. Dieser versteckte Teich in meist dichtem Grün im Zentrum der Häuser an der Ringstraße sollte gemeinsam mit dem anderen Dorfteich 2006 saniert werden. Damals ging aber der Gemeinde Wildenhain das Geld aus.

Doch der östliche Teich ist ein Quellteich und gleichzeitig Bestandteil des Regenwasser-Systems des Ortes. Durch die Verlandung kann er seine Funktion als Zwischenspeicher vor allem bei Hochwasser nicht mehr erfüllen. Daher ist eine Entschlammung endlich vonnöten, so die Stadtverwaltung. In diesem Zuge werden noch begleitende Maßnahmen zur Verringerung des Nährstoffeintrags ausgeführt. "So werden alte Kompostablagerungen beseitigt, die angrenzenden Gräben neu profiliert und ein umlaufender Regenwasserkanal zur Zuführung von Frischwasser direkt in den Teich eingeleitet", steht in der Beschlussvorlage für den Technischen Ausschuss.

Einkaufen und Schenken
Nur einen Klick entfernt
Nur einen Klick entfernt

Hier erhalten Sie nützliche Tipps und die aktuellsten Neuigkeiten rund ums Thema Einkaufen und Geschenke aus Ihrer Region.

Jetzt wurde die Bauleistung öffentlich ausgeschrieben. Sieben Angebote kamen in die Wertung, unter anderem die Bothur GmbH. Ein Angebot wurde aufgrund der fehlenden Unterschrift von der Wertung ausgeschlossen. Die Dresdner Firma LLB GmbH unterbreitete das wirtschaftlichste Angebot. Es liegt mit knapp 100.000 Euro erheblich unter den errechneten Kosten von 170.000 Euro. Die Stadt hatte sogar rund 214.000 Euro schon im Vorjahr in den Haushalt eingestellt.

Die Sanierung soll vom 15. Februar bis 9. April realisiert werden. Die Stadt erhält eine Förderung des Landes von 45.000 Euro.

Bei der Sanierung sollen auch die angrenzenden Gräben neu profiliert und ein umlaufender Regenwasserkanal zur Zuführung von Frischwasser direkt in den Teich eingeleitet werden.
Bei der Sanierung sollen auch die angrenzenden Gräben neu profiliert und ein umlaufender Regenwasserkanal zur Zuführung von Frischwasser direkt in den Teich eingeleitet werden. © Anne Hübschmann/Archiv

Schon vor drei Jahren fanden eine Begehung mit dem Ortschaftsrat statt sowie eine Analyse der Schleusen. Dabei wurde festgestellt, dass nicht nur einige überbaut bzw. überpflanzt wurden wie am Kinderheim, wo wieder Bäume gefällt werden müssen. Man erinnerte sich zudem daran, dass der Pfuhl schon beim Tornado 2010 in Mitleidenschaft gezogen wurde. Laut Anwohnerfamilie Krille stürzten große Bäume in den Teich und liegen bis heute darin. Das zu DDR-Zeiten eingesetzte Schilf ist außerdem total gewuchert.

Weiterführende Artikel

Stören Enten die Teichsanierung?

Stören Enten die Teichsanierung?

Auch den östlichen Dorfteich will die Stadt nun sanieren. Das kostet 170 000 Euro. In einem Punkt sind Anlieger aber nicht zufrieden.

Die Krilles und auch Familie Martin erinnerten sich noch, wie ihre Grundstücke 2002 überflutet wurden. Sie wissen, wie nötig die Instandsetzung ist, die bereits Mitte 2018 beschlossen wurde. Eine Förderung in der ländlichen Entwicklung über die Gebietsgemeinschaft Elbe-Röder-Dreieck stand bereits in Aussicht. Eine Zufahrt zum Teich als Baustraße ist bereits vorhanden - in Form einer Plattenstrecke, die vor etwa 30 Jahren gelegt wurde, als der Teich letztmalig entschlammt wurde. "Was gemacht werden muss, muss gemacht werden", sagte Anwohnerfamilie Martin bereits 2018.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Großenhain