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Kita-Personal soll jetzt getestet werden

Thiendorf hatte es in der Ratssitzung angeregt, nun hat der Freistaat reagiert: Es gibt kostenfreie Corona-Schnelltests für die Kindertagesstätten.

Das sind Schnelltests zum Coronavirus.
Das sind Schnelltests zum Coronavirus. © dpa

Großenhain/Region. Gemeinden und freie Kita-Träger erhielten am Freitag Post aus dem Landratsamt. Darin wird mitgeteilt, dass die Kindertagesstätten in Sachsen in der kommenden Woche kostenlose Corona-Schnelltests erhalten. Diese sollen von den Trägern eingesetzt werden, um das Personal in den Einrichtungen zunächst bis zur Verfügbarkeit von geeigneten Antigen-Selbsttestkits einmal pro Woche durch geschultes Personal auf Corona testen zu können. So teilte es auch das Kultusministerium am Freitag mit. Diese Testungen bezahlt der Freistaat und kommt damit einer Idee entgegen, die im Thiendorfer Gemeinderat geäußert wurde.

Eine Gemeinderätin hatte angeregt, auch das Personal der Grundschule und die Kita-Erzieher regelmäßig auf Corona testen zu lassen - auf Kosten der Gemeinde. Dieses Ansinnen fand Bürgermeister Dirk Mocker bedenkenswert. Pädagogisches Personal an den Kindereinrichtungen bekamen zudem schon ein einmaliges Testangebot. In Lampertswalde ist Hausarzt Dierk Bade auf die neue Testung eingestellt, wie Bürgermeister Rene Venus gegenüber der SZ erklärte. Die Gemeinde hat die Mail des Kreisjugendamtes an ihre Einrichtungen weitergeleitet. Denn von dort muss der Bedarf gemeldet werden. "Man muss ja auch erstmal schauen, ob alle Erzieherinnen und das weitere Personal das möchten", schränkt Venus ein.

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Mit den Tests sollen symptomfreie Infektionen erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden. Bei den Test Kits handelt es sich aber noch nicht um die derzeit diskutierten Selbsttests. Diese sind laut Kultusministerium aktuell noch nicht verfügbar. Daher werden den Einrichtungen zunächst für einen Übergangszeitraum von drei Wochen herkömmliche Test Kits zur Verfügung gestellt. Dabei erfolgt durch geschultes Personal ein Nasenabstrich. Das Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen des Landkreises wird nach Rückmeldung des Bedarfs und nach Lieferung durch den Freistaat die Verteilung der Schnelltests an die Städte und Gemeinden übernehmen, heißt es vom Landratsamt.

Auch in Großenhain und den übrigen Gemeinden der Region schickt die überwiegende Mehrheit der Eltern ihre Kinder wieder in die Kindertageseinrichtungen. Für das pädagogische Personal bestand in der Röderstadt mit Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebes die Möglichkeit, sich bei einem Hausarzt durch einen Antigen-Schnelltest einmalig, freiwillig auf Kosten des Freistaates testen zu lassen.

Nun soll es also kurzfristig einmal wöchentlich einen Antigen-Schnelltest geben, auch für die Tagesmütter. "Das Angebot richtet sich an das pädagogische Personal ebenso wie die sonstigen Beschäftigten der Einrichtungen", heißt es im Rathaus.

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Auch eigenes Kita-Personal könnte sich als Testhelfer schulen lassen. Sonst könnten auch Betriebs- und Hausärzte sowie Apotheken sowie Hilfsorganisationen die Schnelltests durchführen, sagt das Schreiben des Kreisjugendamtes aus. In der Schönfelder Kita Sonnenschein ist das Interesse laut Leiterin Hoyer dennoch sehr gering. "Ich selbst habe Angst vor diesem Test in der Nase", sagt Hoyer. Als das Personal im Dezember wegen Covid-Fällen getestet wurde, war es im Rachenraum. Fünf von acht Kolleginnen waren damals positiv. Eine Großenhainer Allgemeinärztin kam dafür extra nach Schönfeld. Was folgte, war die Quarantäne für die gesamte Einrichtung.

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