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Schützenhaus mietet vielleicht das Palais

Auf die Ausschreibung für die Gastronomie in Zabeltitz fand sich niemand. Die Schützenhaus Eventgroup kann es sich mit einer Bedingung vorstellen.

2016 wurde die neue Küche ins Palais Zabeltitz eingebaut. Bezahlt hat sie das Kulturzentrum. Die Stadt Großenhain muss sie nun kaufen, um sie weiter vermieten zu können.
2016 wurde die neue Küche ins Palais Zabeltitz eingebaut. Bezahlt hat sie das Kulturzentrum. Die Stadt Großenhain muss sie nun kaufen, um sie weiter vermieten zu können. © Klaus-Dieter Brühl

Zabeltitz. Vielleicht ist Corona schuld. Derzeit will kaum einer die Gastronomie im Palais Zabeltitz übernehmen, zu unsicher sind die Aussichten für Gaststätten derzeit. Auf die öffentliche Ausschreibung des Cafébetriebes gab es kein einziges Angebot. Die Ausschreibung war aber nötig geworden, weil das Kulturzentrum die Bewirtschaftung ab 2021 gekündigt hatte.

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Die Gastronomie war schon 2018 und 2019 nicht wirtschaftlich zu betreiben, die schlechten Jahresergebnisse für die Stadt nicht mehr vertretbar. So wurden Gespräche mit der Schützenhaus Eventgroup geführt, die Ende September schriftlich ihr Interesse an der Anmietung des gesamten Hauses bekundet hatte.

Das Zabeltitzer Palais steht sehr im Interesse der Öffentlichkeit. Es finden hier viele Hochzeiten, Tagungen, private Feiern und kulturelle Veranstaltung statt. "Schon jetzt gibt es Anfragen für Buchungen 2021", so die Verwaltung. Der Umfang des gesamtes Objektes und die Details des Mietvertrages machen eine schnelle Entscheidung aber nicht möglich. Dennoch müssen etwaige neue Betreiber und die Stadt Planungssicherheit für das neue Jahr und die Zukunft haben.

Küche nur noch die Hälfte wert

So hat laut Stadt im Oktober ein Sondierungsgespräch mit Thomas Krause von der Schützenhaus Eventgroup stattgefunden. Genaue Vertragsdetails müssen nun ausgearbeitet werden. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass die Küchenanlage aus dem Anlagevermögen der Kulturzentrum GmbH herausgelöst wird, damit die Stadt sie vermieten kann.

Der Stadtrat stimmte dem jetzt mit einem Grundsatzbeschluss zu. Die Küche kostete vor vier Jahren mal 186.440 Euro. Nun hat sie zum Jahresende einen Restbuchwert von 75.659 Euro. Diese Kosten sind als außerplanmäßige buchungstechnische Auszahlung genehmigt worden. Die Gelder können aus der Kapitalumlage des Abwasserzweckverbandes genommen werden. Dort haben sich Verschiebungen von geplanten Investitionen ergeben, die das möglich machen.

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Im April 2016 war die damals neue Küche nach dem anderthalbjährigen Umbau des Palais in Betrieb gegangen. Das Café war vergrößert worden, die Toiletten- und Sanitäranlagen wurden umgebaut. Seitdem gibt es auch eine Bar und einen zweiten Fluchtweg im Fall eines Brandes, über den lange debattiert wurde. Er ist im Haus eingerichtet worden - und verschandelt nicht als externe Fluchttreppe die Außenansicht.

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Das Palais befindet sich am Spiegelteich im Barockpark Zabeltitz.
Das Palais befindet sich am Spiegelteich im Barockpark Zabeltitz. © Kristin Richter
In der Schützenhaus Eventgroup wird auch gerade die Küche saniert.
In der Schützenhaus Eventgroup wird auch gerade die Küche saniert. © Kristin Richter

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