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Weniger Sternsinger-Besuche in diesem Jahr

Bis 23. Januar sind Christenlehre-Kinder als heilige drei Könige in Großenhain unterwegs. Es gibt allerdings viel weniger einladende Haushalte und Einrichtungen.

Von Kathrin Krüger
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Die Sternsinger müssen dieses Jahr mit Maske in Großenhain ihre Spenden sammeln.
Die Sternsinger müssen dieses Jahr mit Maske in Großenhain ihre Spenden sammeln. © privat

Großenhain. Am ersten Januar-Wochenende wurden sie wieder in ihren Kirchgemeinden ausgesandt: die kleinen Sternsinger der evangelischen und katholischen Gemeinde. In einer ökumenischen Aktion besuchen sie bis 23. Januar Einrichtungen, Geschäfte und Privatpersonen. Um ihnen ein gutes neues Jahr zu wünschen, die traditionellen Aufkleber mit den Segenszeichen für die Tür mitzubringen und um Spenden zu sammeln. Es wird meist auch gesungen.

Unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ bitten die Sternsinger in diesem Jahr um Unterstützung für ein Gesundheitsprojekt mit Kindern in Afrika. Dafür bringen die verkleideten jungen Christen gern symbolisch Weihrauch, Myrrhe und Gold zu den Haushalten oder Einrichtungen, die um Besuch gebeten haben.

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"Wir von der katholischen Kirchgemeinde St. Katharina haben vier Gruppen, die evangelische Gemeinde Großenhainer Land hat etwa fünf", sagt Christine George, die die Aktion gemeinsam mit Michael Bergk seit vielen Jahren betreut. Die Kinder mussten sich separat zu Hause vorbereiten, Treffen dazu waren wegen Corona nicht möglich. Auch müssen die Kinder laut George mit Abstand und Maske zu ihren Besuchen gehen. Die Betreuer legen Wert darauf, dass die Kinder an dem Tag in der Schule getestet wurden. Seit 2017 ist Christine George als freiwillige Helferin im Einsatz. Bis dahin leitete sie die Aktion als Gemeindepädagogin der katholischen Pfarrei.

Die Aufkleber für die Türen, verbunden mit kleinen Segenspäckchen der Sternsinger.
Die Aufkleber für die Türen, verbunden mit kleinen Segenspäckchen der Sternsinger. © privat

Durch Corona melden sich jetzt sehr viel weniger Interessenten für einen Besuch an, so die Katholikin. Waren es für ihre Gruppen sonst um die 50 Termine, seien es in diesem Jahr nur etwa 15. "Wir konnten schon 2020 nicht in die Altersheime gehen", bedauert Christine George. Bei vielen Haushalten bleiben die Sternsingerkinder auf dem Hof oder im Hausflur. Allerdings gehen katholische Sternsinger auch in Zabeltitz und Frauenhain mit ehrenamtlichen Betreuern in ihren Kostümen zu Einwohnern.

"Bei Familien, Rentnern, Geschäftsleuten und Institutionen dürfen wir nun schon seit vielen Jahren Sternsingen", sagt auch Gemeindepädagoge Michael Bergk von der Großenhainer evangelischen Gemeinde. Im vorigen Jahr passierte das ganz ohne Kinder, nur die Erwachsenen waren unterwegs, mit Ausnahme des Besuchs beim Oberbürgermeister im Rathaus. Trotzdem konnten 4.300 Euro Spenden eingenommen werden. Das Vorjahresergebnis wurde damit erreicht. In über 100 Ländern halfen diese Gelder, darunter in der Ukraine. Das Kindermissionswerk der Sternsinger verteilt die Hilfsgelder. Auch per Überweisung kann die Aktion unterstützt werden.

Bankverbindungen: Evangelische Kirche, Kassenverwaltung Dresden Bank für Kirche und Diakonie eG IBAN: DE59 3506 0190 1667 2090 44, Zweck: RT 1668 – Spende Sternsingen 2022 – Name bzw.

Katholische Kirche: Römisch-katholische Pfarrei St. Barbara Riesa LIGA-Bank IBAN: DE96 7509 0300 0008 2224 44, Zweck: Spende Sternsingen 2022 – Name