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So wohnt es sich in den neuen Kupferberghäusern

Im März war Einzug in die Neubauten der Großenhainer Wohnungsgenossenschaft an der Weßnitzer Straße. Die SZ traf nun einige Mieter.

Bernd und Barbara Ueberfuhr sowie Sophie Wendt (v.l.) sind in die Weßnitzer Straße 96 bzw. 98 gezogen und sind überaus zufrieden.
Bernd und Barbara Ueberfuhr sowie Sophie Wendt (v.l.) sind in die Weßnitzer Straße 96 bzw. 98 gezogen und sind überaus zufrieden. © Kathrin Krüger

Großenhain. Sophie Wendt kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. "Wenn sich abends die Beleuchtung der Außenanlagen einschaltet, sieht es hier aus wie am Hotel im Urlaub am Mittelmeer", freut sich die 36-Jährige, die mit ihrem großen Sohn in die Weßnitzer Straße 96 gezogen ist. Eine Zweiraum-Wohnung mit großer Terrasse, 65 Quadratmeter für 570 Euro warm. "Es ist ein sehr schönes Objekt, so modern und sehr ruhig. Von den 15 Familien, die im Haus leben, hört man kaum etwas", sagt die Soldatin.

Hatte die ledige Mutter schon vor zwei Jahren von den beiden geplanten Genossenschaftshäusern gelesen und sich gleich beworben, waren Barbara und Bernd Ueberfuhr die Letzten, die sich für eine Wohnung hier entschieden. Diese übrige freie Wohnung ist für sie die schönste. Deshalb bereuten auch sie ihren Einzug am 1. März nicht. "Ich war zwar anfangs tatsächlich dagegen und habe hin und her überlegt, denn uns gehört eigentlich eine Eigentumswohnung im Kollwitzviertel", erzählt Bernd Ueberfuhr. Doch die ist nur 66 Quadratmeter groß - hier hat das Paar 88 Quadratmeter für 850 Euro warm. Mit einem schönen großen Balkon. Und vor allem einem Fahrstuhl, einem Fahrradschuppen und einem Carport. Außerdem schauen sie quasi auf ihren Kleingarten, der jetzt nur noch einen Katzensprung entfernt ist. Ihre alte Wohnung ist nun an Freunde vermietet.

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So ansprechend ist der Innenhof der neuen Wohnhäuser Weßnitzer Straße 96/98.
So ansprechend ist der Innenhof der neuen Wohnhäuser Weßnitzer Straße 96/98. © Kathrin Krüger

Die Bewohner der Weßnitzer Straße 98 lieben ihr großes Bad und die schicke Glastür zur Wohnküche. Hier haben sie sich einen Tresentisch eingebaut. Bernd Ueberfuhr nutzt das Kinderzimmer als Freizeitraum für seine Musikinstrumente und die Abstellkammer für Hobbybasteleien. "Die Räume sind so gut schallgedämmt, dass ich keine Nachbarn mit meiner Musik störe", hat Bernd Ueberfuhr schon ausprobiert. 24er Wände machen es möglich. Die Fußbodenheizung erlaube, dass man auch ohne Hauslatschen auskommt. Der Wärmezähler sei auch direkt abzulesen. "Da hat man immer guten Überblick über die Kosten."

So zufrieden wie seine neuen Genossenschaftsmitglieder ist auch Thomas Schippmann als Vermieter. Es war für den Vorstand ein Glück, dass die beiden Häuser noch vor dem derzeitigen großen Materialmangel und der Kostenexplosion fertiggestellt wurden. "Die Mieter konnten bei Fliesen, Belägen, dem Küchentresen und der Farbgestaltung mitentscheiden", sagt der Vorstand. Schippmann versuchte auch, dass die Mieter gut zusammenpassen. Offenbar ist das gelungen. Auch das ältere Ehepaar Richter, das aus Schneeberg in die Nähe zum Sohn gezogen ist, fühlt sich sehr heimisch. Alle Mieter seien per Du, sagen sie selbst.

Weil Bernd Ueberfuhr als Informatiker arbeitet, konnte er sich mit seiner Frau die Wohnung anhand des Grundrisses vorher in 3-D anschauen. "Da konnten wir alle Möbel optimal anpassen", freut sich der Großenhainer. Zu den hellen, freundlichen Räumen haben sie sich sehr modern eingerichtet. Dass es keinen Keller gibt, stört die Ueberfuhrs nicht. Das Paar ist außerdem Vermittler in die angrenzende Kleingartensparte. "Anfangs störte es die Leute aus unserem Gartenverein doch, dass ihnen jetzt alle von oben in die Gärten schauen können", erzählt Barbara Ueberfuhr. Doch mittlerweile hätten sich die Vorbehalte gelegt.

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Als die beiden Neubauten noch Baustelle waren, sah Sophie Wendt öfter mal hier nach dem Rechten und lernte ihre zukünftigen Nachbarn kennen. "Es gibt zahlreiche ehemalige Großenhainer, die von außerhalb zurückgekommen sind", ist Thomas Schippmann stolz. Alle Zwei- bis Fünfraum-Wohnungen konnte er rasch vergeben. 29 Einheiten sind es auf je vier Etagen insgesamt. Den Fernsehempfang bekommen die Mieter über den Anbieter Pyur. "Wir sind damit wunschlos glücklich", schwärmen sowohl die Ueberfuhrs als auch Sophie Wendt. Dass man sich gegenseitig hilft, sie auch nicht überall selbstverständlich.

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