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Stadt greift Kirche unter die Arme

80 Prozent der Bestattungen auf dem Großenhainer Friedhof sind weltlich. Auch deshalb gibt die Stadt 80.000 Euro für einen neuen Wirtschaftshof dazu.

Der Eingang zum Friedhof in Großenhain.
Der Eingang zum Friedhof in Großenhain. © Norbert Millauer

Großenhain. Die Kirchgemeinde Großenhainer Land plant auf dem Friedhof einen neuen Wirtschaftshof. Vorgesehen ist der Bau einer Garage, einer gepflasterten Betriebsfläche mit darunter liegender Zisterne für Regenwasser und die Schaffung einer Ausfahrt auf die Straße Am Friedhof. "Ziel ist es vor allem, eine den technischen Anforderungen gerechte zentrale Betriebsfläche zu schaffen, um somit effektiver und verkehrssicherer arbeiten zu können.

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Die Kirchgemeinde kann die Investitionen von geschätzten 194.000 Euro nicht allein tragen, auch wenn Rücklagen und Eigenleistungen eingerechnet werden, heißt es in einer Vorlage an den Stadtrat. "Eine Förderung des Projektes von dritter Seite bzw. eine Kreditaufnahme ist nicht möglich." Letztmalig unterstützte die Stadt den Friedhof 1998 mit einem Zuschuss für die Renovierung der Trauerhalle. Gemeinden sind verpflichtet, sich an den Friedhofskosten zu beteiligen, sofern die Einnahmen nicht durch zumutbare Gebühren gedeckt werden können. Immerhin sind circa 80 Prozent der Bestattungen weltlich.

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So hat der Stadtrat nun den Zuschuss von 80.000 in zwei Jahresscheiben genehmigt. Die erste Rate ist bereits im Haushaltsplan für Friedhofs- und Bestattungswesen eingeplant. Die zweite Auszahlung wird im Doppelhaushalt 2022/23 fixiert.

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