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Tschechien-Tornado weckt bittere Erinnerung

Das schwere Unwetter am Donnerstag lässt die Großenhainer elf Jahre zurückdenken. Am 24. Mai 2010 brach über sie der Sturm herein.

Im Großenhainer Stadtpark erinnert das Tornado-Denkmal an die Zerstörungen zu Pfingsten 2010.
Im Großenhainer Stadtpark erinnert das Tornado-Denkmal an die Zerstörungen zu Pfingsten 2010. © Foto: Thomas Riemer

Großenhain/Břeclav. Zerstörte Häuser, abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume und verbeulte Autos. Das Bild der Verwüstung, welches ein schweres Unwetter in Tschechien am Donnerstagabend den Menschen im Südosten des Landes hinterließ, dürfte bei den Großenhainern bittere Erinnerungen herauf beschwören. Immerhin mussten auch sie an jenem Pfingstmontag vor elf Jahren erleben, was in Südmähren nicht nur Millionenschäden verursachte, sondern auch Hunderte Verletzte forderte.

Die Bilder von den Verwüstungen nach dem verheerenden Tornado in Tschechien rufen bei vielen Großenhainern die schlimmen Erinnerungen an den 24. Mai 2010 wach. Unser Mitgefühl gehört den Angehörigen der Getöteten, den Verletzten und allen, die durch diese schreckliche Naturgewalt ihr Hab und Gut verloren haben“ sagt Großenhains Oberbürgermeister Sven Mißbach. Im Gedanken seien die Großenhainer in diesen schweren Stunden bei ihren tschechischen Nachbarn.

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Was in sieben tschechischen Dörfern mit schweren Sommergewittern und dem Geräusch eines scheinbar nahenden Zuges begonnen hatte, ereilte Großenhain am 24. Mai 2010 nach 14 Uhr. Mit dunklen Wolken, die ausschauten, als würde es gleich anfangen zu schneien. Der Wind wird immer stärker, die ersten Äste gehen zu Boden, bevor gegen 15.30 Uhr die ganze Kraft der Natur über das Großenhainer Land hinweg fegt. Mit Windgeschwindigkeiten von 180 bis 250 Kilometer pro Stunde wütet der Tornado eine gefühlte Ewigkeit erbarmungslos über der Röderstadt und seiner Umgebung. Ein kleines Mädchen verliert dabei unter einem umgestürzten Baum ihr Leben. Rund 50 Verletzte müssen später stationär oder ambulant behandelt werden. 61 Personen werden aus ihren zerstörten Wohnungen evakuiert.

Besonders hart getroffen: die Orts- und Stadtteile Colmnitz, Bauda, Walda, Kleinthiemig, Mülbitz und Rostig. In den darauf folgenden Tagen wird schnell klar, die Urgewalt hinterlässt Schäden in Millionenhöhe. An Gewerbebetrieben, an der städtischen Infrastruktur und vor allem in den Grünanlagen.

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Zahlreiche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerkes, des Landkreises, umliegender Städte und Gemeinden sind tagelang im Einsatz, um Hilfe zu leisten und Schäden zu beheben. Die Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ist ungewohnt groß. 300 Freiwillige meldeten sich allein bei der Großenhainer Verwaltung, um spontan zu helfen. Ein Lichtblick für viele Betroffene, die innerhalb weniger Minuten ihr gewohntes Zuhause verloren haben. Unterstützung und Anteilnahme, die nun auch in Tschechien dringend benötigt wird.

Auch in Walda wurde der Park damals verwüstet, kaum ein Baum blieb nach dem Tornado stehen.
Auch in Walda wurde der Park damals verwüstet, kaum ein Baum blieb nach dem Tornado stehen. © Brühl/Archiv

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