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Ukraine: Strogafestival sammelt Hilfsgüter

In der Großenhainer Remontehalle können bis Sonnabend Nahrungsmittel oder Drogerieartikel abgegeben werden. Die Aktion geht auf eine Freundschaft zurück.

Von Kathrin Krüger
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Mathias Weidelhofer (r.), hier mit Mark Hitschke vom Verein Strogafestival, sammelt mit einem ukrainischen Kollegen der Staatsoperette Dresden Hilfsgüter.
Mathias Weidelhofer (r.), hier mit Mark Hitschke vom Verein Strogafestival, sammelt mit einem ukrainischen Kollegen der Staatsoperette Dresden Hilfsgüter. © Brühl Archiv

Großenhain/Dresden. Mathias Weidelhofer vom Verein Strogafestival arbeitet als Bühnenmeister an der Dresdner Staatsoperette. Dort ist Orchesterwart Illya Olexiyenko sein Kollege. Als sich die Hoffnung auf eine Verhinderung des Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht erfüllte und Leid und Elend über die Zivilbevölkerung kam, fassten Weidelhofer, sein ukrainischer Kollege und weitere Mitarbeiter kurzerhand einen Entschluss: Wir müssen was tun. "Wir wollen mit einer gezielten Hilfsaktion zumindest eine kleine Unterstützung leisten und planen einen Hilfstransport an die slowakisch-ukrainische Grenze", sagt Mathias Weidelhofer.

Orchesterwart Illya koordiniert die Transporte. Sie werden durch die Firma Autogroup EU.s.r.o zur Grenze gebracht. "Das ist ein slowakisches Fahrzeugersatzteil- und Transportunternehmen, das deutschlandweit Sachspenden sammelt", erklärt der Strogafestival-Verein.

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Für die Annahme der Hilfsgüter wurden in Windeseile zwei Anlaufstellen in Dresden und Großenhain klargemacht: die Remontehalle und das Lager der Staatsoperette in der Dresdner Enderstraße 94. Die Schützenhaus-Eventgroup stellt die Remontehalle unkompliziert bereit. Von Mittwoch bis Sonnabend werden Vereinsmitglieder dort Hilfsgüter entgegennehmen.

Gebeten wird um Medikamente aller Art - zum Beispiel auch abgelaufene Sanikästen aus Firmen oder Autos, Getränke und Nahrungsmittel wie Wasser, Konserven, Kaffee, Tee, Zucker, Energieriegel und weitere unverderbliche Lebensmittel sowie Einweggeschirr. Außerdem werden Umzugskartons, Powerbänke, Batterien, Taschenlampen, kleine oder große Wärmespardecken, Schlafsäcke, Matten oder Drogerieartikel erbeten. Kleiderspenden werden dagegen nicht gebraucht.

Das Strogafestival-Maskottchen Hackepetra mit der Ukraine-Fahne.
Das Strogafestival-Maskottchen Hackepetra mit der Ukraine-Fahne. © Verein Strogafestival

"Wenn ihr einige dieser Sachen entbehren könnt, dann verpackt diese bitte kompakt und fest in Kartons und bringt sie zu den Sammelpunkten", bittet Mathias Weidelhofer mit seinem Verein. Der will seine große Fanbasis für diesen guten Zweck aktivieren und alles so transparant und nachvollziehbar wie möglich gestalten. In der Ukraine würden die Sachspenden je nach Bedarf in den Erstaufnahme-Unterkünften bzw. direkt und unkompliziert an Familien verteilt. Krankenhäuser in umkämpften Gebieten erhalten bedarfsweise Medikamente und medizinische Utensilien, so der Verein. Er bittet auch um Geldspenden für die Transportkosten. Der Verein selbst spendet 250 Euro. Jede Spende werde auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Man kann aber auch anonym spenden.

In der Großenhainer Remontehalle werden die Hilfsgüter entgegengenommen.
In der Großenhainer Remontehalle werden die Hilfsgüter entgegengenommen. © privat
  • Annahmezeiten: Mittwoch: 9 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Donnerstag und Freitag: 15 bis 21 Uhr, Samstag: 10 bis 14 Uhr. Die Zeiten für die Folgewoche werden über Facebook angekündigt.
  • Bankverbindung: Stroga Festival e.V., IBAN: DE82 8505 5000 0500 1423 43, Verwendungszweck: Geldspende für Hilfstransporte in die Ukraine. Oder direkt an [email protected] oder über diesen Spenden-Link.