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Großenhain

Wantewitzer zeigt Bilder in Armenien

Heinz Ferbert stellt in einem Kunsthotel 44 grafische Blätter, Landschaften und Bildnisse aus. Er hat der Einrichtung seine Arbeiten sogar geschenkt.

Heinz Ferbert ist Künstler aus Wantewitz und wird bald in den Mittleren Osten zugeschaltet.
Heinz Ferbert ist Künstler aus Wantewitz und wird bald in den Mittleren Osten zugeschaltet. ©  Klaus-Dieter Brühl

Armenien/Wantewitz. Persönlich kann er leider nicht dabei sein, wird aber zugeschaltet, wenn am Dienstag in der Galerie 25 in Gyumri/Armenien eine Vernissage zur Personalausstellung von Heinz Ferbert aus Wantewitz stattfindet. Der Künstler zeigt dort 44 grafische Blätter, Landschaften, Bildnisse, Harlekine und chinesische Schriftzeichen. "Die Galerie widmet sich vor allem kalligrafischen Arbeiten. Einfarbige Linolschnitte, ein- und mehrfarbige Radierungen und eine Monotypie, mit Sand bearbeitet, sind zu sehen", sagt der Wantewitzer.

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"Als ich 2017 noch am Heisenberg-Gymnasium in Riesa Vertretungsstunden gab", erzählt Heinz Ferbert, "sprach mich die Schulleiterin an, die mit mir am Staatlichen Seminar für die gymnasiale Stufe in der Referendarausbildung einst tätig war, dann nach Georgien ging und später nach Armenien, wo sie in der Lehrerausbildung tätig war." Sie verwies Ferbert an den Leiter der Galerie in Gyumri. "Ich schrieb ihm, dass ich seinem Hause Bilder schenken möchte", berichtet der Wantewitzer weiter. 2019 transportierte die armenisch-deutsche Gesellschaft seine Bilder in die ehemalige Sowjetrepublik in der Kaukasusregion.

Nach dem verheerenden Erdbeben im Dezember 1988 wurde von der Arbeitsgemeinschaft „Berliner Hilfe für Armenien“ die Poliklinik Berliner Zentrum für Mutter und Kind errichtet und funktionsbereit ausgestattet. In einem nun vom armenischen Gesundheitswesen nicht mehr genutzten Gebäudeteil etablierte sich das heutige Berlin ART Hotel, das 1996 als Gästehaus Berlin die Türen für seine Gäste öffnete. Mit der Galerie 25 bietet das Hotel bekannten Künstlern aus Gyumri und der Shirak-Region, aber eben auch Ausländern eine Ausstellungs- und Präsentationsmöglichkeit.

Die Exponate schmücken die Räume und bieten den Hotelgästen Einblick in die armenische Kunstszene. Heinz Ferbert schenkte seine grafischen Blätter tatsächlich dieser Einrichtung. Das Berlin ART Hotel ist seit seiner Eröffnung ein soziales Modellprojekt, das unter der Trägerschaft des gemeinnützigen Berliner Vereins "Für Armenien e. V. steht.

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Das Hotel dient der Unterstützung der aus Spenden der Berliner Bevölkerung errichteten und ausgestatteten Poliklinik sowie der Durchführung weiterer sozialer Projekte. Der gesamte Erlös aus dem Hotelbetrieb und den weiteren kommerziellen Aktivitäten wird ausschließlich sozialen und gemeinnützigen Zwecken zugeführt. (SZ/krü)

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