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Großenhain

Wenn der Ferienjob den Lehrvertrag bringt

Über die Stadt Großenhain werden derzeit zehn Angebote für Praktika und Ferienarbeit vermittelt. Es könnten noch mehr werden.

Die Stema gehört zu den Anbietern, die Ferienjobs haben. Man muss aber schnell sein, es sind nur noch vier Wochen frei.
Die Stema gehört zu den Anbietern, die Ferienjobs haben. Man muss aber schnell sein, es sind nur noch vier Wochen frei. © Brühl/Archiv

Großenhain. Bei Edeka Scheller in der Kupferberg-Kaufhalle sich als Verkäufer ausprobieren und im "coolsten Team der Stadt arbeiten", in der Stema Metallleichtbau in den Bau von Anhängern reinzuschnuppern oder probehalber mal Gerüstbauer bei der Firma Lindemann zu sein - das können Schüler in diesen Sommerferien. Da Schulpraktika dieses Jahr durch die Corona-Maßnahmen weitgehend weggefallen sein dürften, werden Jugendliche auf der Internetseite der Stadt Großenhain jetzt fündig.

Auch um vielleicht ihren Traumjob zu finden. Denn per Ferienarbeit kann man nicht nur sein Taschengeld aufbessern, sondern auch richtige Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Deshalb bewirbt das aktuelle Großenhainer Amtsblatt mit einer ganzseitigen Anzeige die Praktika- und Ferienjobbörse. So können sich Betriebe bekannter bei den Jugendlichen machen. Firmen können ihre Angebote hier jetzt einstellen.

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Ein angehender Lehrling der Stema könnte erzählen, wie er vom Ferienarbeiter zum Azubi wurde. "Er hat echt toll bei uns mitgearbeitet, aber sein Abschlusszeugnis war nicht besonders", berichtet Anja Wieduwilt, die im Personalwesen der Stema die Azubis betreut. Und auch Ansprechpartnerin für Ferienarbeiter ist. "Wir wollten ihm eine Chance geben und haben den neuen Ausbildungsberuf der Fachkraft für Metalltechnik geschaffen", sagt sie. Für den Hauptschüler sind das nur zwei Jahre Lehrzeit.

Die Stema sucht Nachwuchs - Fertigungsmechaniker, Lagerlogistiker und Industriekaufleute - und macht auch deshalb schon länger das Angebot der Ferienjobs. "Ein oder zwei Lehrverträge kommen danach immer heraus", so die Personalmitarbeiterin. Um mehreren Jugendlichen die Chance zu geben, werden immer nur Wochenverträge geschlossen. Zwei Zusagen wurden für diesen Sommer für den gewerblichen Bereich schon erteilt, vier Ferienwochen sind also noch zu haben. Die Nachfrage ist laut Anja Wieduwilt groß.

Die Onlinebörse macht es den Jugendlichen leicht. Die Angebote werden genau vorgestellt, Alters- und Zeitbegrenzungen werden genannt. Und besonders wichtig: auch die jeweiligen Ansprechpartner, mit denen die Jugendlichen Kontakt aufnehmen müssen, telefonisch oder per Email. Zehn Angebote sind derzeit zu finden, so von Maler Feistel, der Elbland Rehaklinik, der Behrens-Gruppe bei Bero Holzhandelsgesellschaft am Flugplatz, im Glashaus an der Schloßstraße oder bei Indigo Fashion.

Die Firmen erhalten die Chance, kostenfrei Nachwuchs für Arbeits- und Ausbildungsstellen zu finden. Anja Wieduwilt ist von sich aus auf diese Möglichkeit gestoßen und kann sie weiterempfehlen. So können Großenhainer Schüler und Jugendliche erste Erfahrungen und Einblicke sammeln und sich damit für eine Ausbildung interessieren und sich empfehlen.

Der Landkreis hat aus dem Onlineangebot zudem eine Broschüre gemacht. Sie entstand in der Koordinierungsstelle „Berufliche Orientierung Landkreis Meißen“ für Schulen, Unternehmen und Eltern. Darin sind auch vielfältige Aktivitäten und Formate der Berufsorientierung zusammengestellt. Gleichzeitig gibt es in der Broschüre Hinweise zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen oder Veranstaltungen und zu den Unterstützungsmöglichkeiten.

Broschüre auf der Internetseite des Landkreises: Broschüre zum Download

https://www.grossenhain.de/praktika-und-ferienjobs.html

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