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Wenn Kühe über Gleise spazieren

Sonntagmorgen im Bahnhof Ruhland: Acht Kühe wollten wohl auf Reisen gehen - und brachten den Zugverkehr Hoyerswerda-Dresden durcheinander.

Insgesamt acht Kühe mussten am Sonntagmorgen auf dem Bahnhof Ruhland eingefangen werden.
Insgesamt acht Kühe mussten am Sonntagmorgen auf dem Bahnhof Ruhland eingefangen werden. © privat

Sonntag. Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Das gilt neuerdings wohl auch für das liebe Rindvieh. Man konnte das vermuten, wenn man am frühen Sonntagmorgen auf dem Bahnhof Ruhland war. Dorthin hatten sich acht Kühe verirrt, die recht gelassen über die Gleise spazierten. Die Bahn bestätigte das Vorkommnis unter der Betreffzeile "Beschädigungen/Eingriffe durch Fremde oder Tiere".

Schon kurz nach der Meldung durch die Bahn wurde die Polizei aktiv und versuchte, die Tiere einzufangen. "Da haben Bullen Bullen gejagt", so ein Zuschauer vor Ort witzelnd. Die Tiere seien stadteinwärts und Richtung Brieske geflüchtet. Der Zugverkehr im Bahnhof wurde angewiesen, langsam zu fahren. "Die Züge hatten deshalb teilweise Verspätungen", bestätigt Sprecher Christian Schlemper vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).

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Betroffen war auch die S-Bahn-Linie Dresden-Hoyerswerda, die über Großenhain fährt. Sie verkehrt sonntags stündlich kurz nach der vollen Stunde. Die Züge mit Abfahrt 6.02 Uhr, 7.02 und 8.02 Uhr ab Ruhland müssen betroffen gewesen sein. Denn 8.30 Uhr wird gemeldet, dass Polizei und der Halter die Tiere bis auf zwei Ausnahmen eingefangen hatten. Noch bis 9 Uhr waren die Lokführer angewiesen, auf Sicht zu fahren.

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Ja wo laufen sie denn? Zwischen 6 und 9 Uhr am Sonntag bot sich dieser ungewöhnliche Anblick am Bahnhof Ruhland.
Ja wo laufen sie denn? Zwischen 6 und 9 Uhr am Sonntag bot sich dieser ungewöhnliche Anblick am Bahnhof Ruhland. © privat

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