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Wenn wir 2021 wieder feiern können

Das zu Ende gehende Jahr ließ für Feste wegen Corona wenig Chancen. Doch sollte alles bald vorbei sein, gibt's im kommenden Jahr neue Gelegenheit.

Die Orgel der Großenhainer Marienkirche mit ihrem barocken Schmuck wird 120 Jahre alt. Vor 20 Jahren wurde sie restauriert. Die Kantorei hat 470. Geburtstag.
Die Orgel der Großenhainer Marienkirche mit ihrem barocken Schmuck wird 120 Jahre alt. Vor 20 Jahren wurde sie restauriert. Die Kantorei hat 470. Geburtstag. © Brühl/Archiv

Großenhain. Das Sprichwort sagt: Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Das Jahr 2020 hat uns gelehrt, dass das so nicht mehr stimmt. Anstehende 800-Jahr-Feiern mussten wegen der gefährlichen Pandemie verschoben werden, auch private Feste und so manches Vereinsjubiläum. Vieles soll 2021 nachgeholt werden. So feiert man dann eben: 800 plus eins.

Doch auch das nächste Jahr bietet selbst Anlass für Freude, Erinnerung und gute Laune, wie ein Blick in eine Aufstellung der Anlässe des Großenhainer Stadtarchivs zeigt. Die allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Und ein offizieller Veranstaltungskalender für Großenhain 2021 steht aus bekanntem Grund noch aus.

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Am 24. Juni jährt sich die Gründung der Großenhainer Kantorei der Marienkirchgemeinde zum 470. Mal. Es war 1551, als sie gegründet wurde, also noch am Ausgang der Reformation. Sie ist eine der wenigen evangelischen Kantoreien in Sachsen, die ihre ununterbrochene Tätigkeit seit der Reformationszeit nachweisen kann. Noch ist nicht klar, wie das Jubiläum begangen werden kann. Doch Kantor Florian Mauersberger und seine Sänger werden sich den Umständen entsprechend etwas einfallen lassen.

Seit 70 Jahren besteht am 22. Februar das Geschwister-Scholl-Denkmal an der Beethovenallee/Ecke Meißner Straße, dem ehemaligen Standort des Bismarckdenkmals. 1951 wurde es in Erinnerung an die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Hans und Sophie, enthüllt, allerdings ursprünglich weiter östlich vorm BSZ, das damals die Geschwister-Scholl-Oberschule war. Bis 1966 stand es dort. Die Linke pflegt das Denkmal und legt jährlich am Tag der Opfer des Faschismus hier Blumen nieder.

Am 6. April jährt sich die Namensgebung des Großenhainer Werner-von-Siemens-Gymnasiums zum 20. Mal. Am 1. Juni dann dasselbe für das Naturerlebnisbad. Am 1. Mai vor 20 Jahren konnte Großenhain erstmalig eine Deutsche Meisterschaft im Speedskate-Marathon austragen. Am 18. August 2001 wurde die erneuerte Jehmlichorgel in der Marienkirche nach umfassender Sanierung wieder in Betrieb genommen. Sie wird am 25. November dann 120 Jahre alt - 1901 wurde sie geweiht.

Am 1. Mai kann Großenhain sich an die Grundsteinlegung des Wohngebietes Rostiger Weg vor 40 Jahren erinnern. 1981 wurde auch die Grundschule Bobersberg eröffnet. Schon 50 Jahre alt wird die Atze-Feuerwehr. Ihr 60. Jubiläum will die Spielbühne Großenhain, das frühere Pioniertheater Natalia Saz, im Herbst feiern. Vor 70 Jahren wurde das Geschäft Buch und Kunst, heute Thalia, am Frauenmarkt eröffnet. 1951 bekam die Stadt auch eine Kraftwagenlinie nach Dresden, den heutigen Plus-Bus.

Am 11. Juni wird es 80 Jahre her sein, dass die Ortrander Straße am Flugplatz in Hohe Straße umbenannt wurde. Durchgängig wie früher ist sie durch die Fliegerei nicht mehr. Am 31. Juli vor 85 Jahren kam der olympische Fackellauf durch Großenhain. Aus Olympia in Griechenland wurde das Feuer durch sieben Länder nach Berlin getragen. Die Läufer kamen aus Meißen durch die Stadt und liefen Richtung Frauenhain weiter.

120. Firmenjubiläum haben am 1. März die Steinmetzwerkstätten Paul Andreas Witschel an der Meißner Straße. Sie wurden als Firma Scheffler und Witschel Schwarz- und Flachglasverarbeitungsbetrieb gegründet. Vor 130 Jahren gab es die erste Fernsprechanlage in der Stadt und das erste Stadtparkfest. Die Schleiferei Schuster auf der Siegelgasse wird 160 Jahre alt.

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