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Wohin ist Fallada verschwunden?

Ein Pferdekopf erinnerte früher unweit des Schönfelder Schlosses an die berühmte Pferdezucht des Freiherren Max von Burgk. Zu sehen ist er dort nicht mehr.

Der Fallada-Pferdekopf hing früher an einem alten Stall am Schönfelder Schloss und erinnerte an die Pferdezucht des Freiherren von Burgk.
Der Fallada-Pferdekopf hing früher an einem alten Stall am Schönfelder Schloss und erinnerte an die Pferdezucht des Freiherren von Burgk. © privat

Schönfeld. An einem ehemaligen Stall in der Nähe von Schloss Schönfeld hing ein bronzener Pferdekopf. Fallada, wie so eine Skulptur schon im grimmschen Märchen genannt wird, erinnerte an die Pferdezucht des früheren Schlossbesitzers, Max Dathe, Freiherr von Burgk.

Dieser Zucht entsprangen auch Pferde, die ins königliche Remontedepot nach Kalkreuth kamen. Bei einer dortigen Besichtigung durch Prinz Friedrich August trugen diese Pferde gelbe Schleifen. Nachdem Dathe 1882 Schloss und Gut als Hochzeitsgeschenk von seinem Vater bekommen hatte, ließ er 1893/94 den Stall erbauen. 1900 bis 1901 kam eine Reithalle näher zum Schloss hin dazu. Dathe selbst war ein begeisterter Reiter. Er soll bis zu 40 Pferde gehabt haben.

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Doch Fallada ist verschwunden. Den Bronzekopf sucht man heute vergebens. Doch der Stall existiert noch. Es ist nur eine Werkstatt des Reifenservices von Volker Klinge davor gebaut. "Bei einer Ausschreibung habe ich den Stall gekauft und den Pferdekopf mit", sagt Klinge. Der Fallada gehört jetzt also ihm.

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So wurde der markante Pferdekopf von der Kumthalle im Gut in der Ausstellung 2011 im Pferdestall gezeigt. Noch heute liegt er im Alten Schloss.
So wurde der markante Pferdekopf von der Kumthalle im Gut in der Ausstellung 2011 im Pferdestall gezeigt. Noch heute liegt er im Alten Schloss. © Brühl/Archiv

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