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Wohngebiet immer noch in Planung

Statt der IVG Grimmer ist nun der Teamworkbau Dresden Bauträger des künftigen Eigenheimstandortes An der Röderaue. Dort hat der Abriss begonnen.

Der ehemalige Hoch- und Tiefbau an der Radeburger-/Ecke Martin-Scheumann-Straße gammelt vor sich hin. Hier soll ein Wohngebiet entstehen.
Der ehemalige Hoch- und Tiefbau an der Radeburger-/Ecke Martin-Scheumann-Straße gammelt vor sich hin. Hier soll ein Wohngebiet entstehen. © Brühl

Großenhain. An der Radeburger Straße, am Standort des ehemaligen Hoch- und Tiefbaus, hat der Abriss begonnen. Für das künftige Wohngebiet "An der Röderaue" muss auch versiegelter Boden ausgetauscht werden, eine umfangreiche Altlastensanierung steht an. Es hätte schon Beschwerden wegen Müll und für einen Sichtschutz gegeben, hieß es jetzt im Stadtrat. Doch an einen Erschließungsbeginn ist erstmal noch nicht zu denken.

Schon drei Jahre wird an dem neuen Wohngebiet mit rund 20 Eigenheimen bzw. Reihenhäusern geplant. Und damit geht es auch noch weiter. Der Stadtrat hat zwar jetzt Anregungen der öffentlichen Auslegung gebilligt. Doch dieses ganze Verfahren muss noch einmal in deutscher Gründlichkeit durchexerziert werden. Denn es gab einen Trägerwechsel.

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Hatte die IVG Grimmer aus Dresden das Bebauungsverfahren angeschoben, tritt als neuer Erschließungsträger seit Sommer die Teamwork Bau Dresden mit Hauptsitz in Werdau auf. Die will den Bebauungsplan noch einmal ändern. Infolge von Kalkulationen zur Vermarktung des Baulandes wurde die Wirtschaftlichkeit der derzeitigen Planung in Frage gestellt. Wie Prokurist Udo Uhlig erläutert, soll eine Umplanung der Erschließungsstraße erfolgen. Die soll nicht im Zweirichtungsverkehr durch das gesamte Plangebiet verlaufen. Stattdessen soll es eine nördliche und eine südliche Stichstraße geben.

Dem Hochwasserschutz Rechnung tragen

Mit dem Entkernen wurde bereits begonnen.
Mit dem Entkernen wurde bereits begonnen. © Klaus-Dieter Brühl

Das heißt, dass der Bebauungsplanentwurf nochmal öffentlich ausgelegt werden muss, bevor er vielleicht im Frühjahr beschlossen werden kann. Den Erschließungsbeginn sieht Udo Uhlig für Mai bis Anfang Herbst als realistisch an.

Schon jetzt wurde im Stadtrat vor allem der Hochwasserschutz diskutiert. Stadtbaudirektor Tilo Hönicke sieht ein HQ 100 im derzeitigen Entwurf berücksichtigt. Doch ist es ausreichender Schutz, wenn der südliche Bereich des anderthalb Hektar großen Geländes, wie empfohlen, nur begrünt und mit einem Spielplatz versehen wird? Großenhain will den Erschließungsträger verpflichten, auf die Problematik der Hochwassergefährdung in den späteren Grundstücks-Kaufverträgen hinzuweisen.

Laut Prokurist Uhlig, der für Verkauf, Kundenbetreuung und Projektentwicklung zuständig ist, sei man schon mit einigen Interessenten im Gespräch, Vorverträge werden vorbereitet. Doch, das Gebiet planerisch zur Baureife zu bekommen, habe jetzt erst einmal Vorrang. Ursprünglich wollte Geschäftsführer Thomas Grimmer von der IVG Grimmer auf mehr als zwei Hektar Land bauen: ein- bis zweigeschossige Einfamilienhäuser als Einzel- und Reihenhäuser. Dabei sollen sich im nördlichen Teil, also nahe an der Radeburger Straße, die Reihenhäuser als Bauträgermodell konzentrieren. Weiter südlich sollen Grundstücke zur freien Vermarktung und Bebauung erschlossen werden.

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Mit einem früheren Plan, auf der Fläche einen Einkaufsmarkt zu bauen, war der Dresdner bei der Stadt auf Ablehnung gestoßen. Der ehemalige Kreisbau bzw. spätere Hoch- und Tiefbau steht seit 20 Jahren leer.

Blick auf den ehemaligen Hoch- und Tiefbau von der Martin-Scheumann-Straße.
Blick auf den ehemaligen Hoch- und Tiefbau von der Martin-Scheumann-Straße. © Brühl

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