merken
PLUS Großenhain

Zum Erinnern ins Schwäbische

Die Erwachsenengruppe der Spielbühne Großenhain spielte bei der Kulturnacht in der Partnerstadt Öhringen. Dort wurde sie zu 30 Jahren Einheit befragt.

Die Spielbühne Großenhain beteiligte sich an der Langen Nacht der Kultur in der Partnerstadt Öhringen.
Die Spielbühne Großenhain beteiligte sich an der Langen Nacht der Kultur in der Partnerstadt Öhringen. © privat

Großenhain. Seit vielen Jahren beteiligt sich die Spielbühne an der Langen Nacht der Kultur in der Partnerstadt Öhringen. Trotz Corona-Einschränkungen war es der Erwachsenen-Gruppe auch in diesem Jahr möglich, im dortigen Kino aufzutreten. Der Einakter "Urlaubsreif" begeisterte zahlreiche Partnerstädter. Bei der Gelegenheit wurden die Sachsen von den Schwaben auch zu 30 Jahren deutscher Einheit befragt. Darüber berichtete die Hohenloher Zeitung. 

Claudia Stange war 1989 zehn Jahre alt, Mauerfall und Wiedervereinigung waren für sie ein emotionaler Moment, wird die Spielbühnen-Darstellerin zitiert. "Mein erster Gedanke war, dass ich jetzt meine Oma im Westen besuchen will", erinnert sich Claudia Stange. Dass Großenhain heute die Partnerstadt von Öhringen ist, findet sie toll. "Die Stadt ist wunderschön gelegen, die Menschen sind offen und man kommt schnell miteinander ins Gespräch", wird Claudia Stange wiedergegeben. 

Anzeige
Eine Automatikuhr für Sammler und Kenner
Eine Automatikuhr für Sammler und Kenner

Die sportlich elegante 29er Casual aus dem Hause Mühle-Glashütte gibt es ab sofort in der auf 300 Stück limitierten Sonderedition „30 Jahre Deutsche Einheit“.

Auch Regisseur und Theaterleiter Uwe Naumann vom SkZ Alberttreff kommt zu Wort. Er sagte,  er habe die Ereignisse vor 30 Jahren im Fernsehen verfolgt. "Ich konnte es kaum fassen", so der 63-Jährige. Die Städtepartnerschaft hält er ebenso für einen Glücksfall. "Unser Team war jetzt bereits acht Mal bei der Langen Nacht der Kultur und es war immer sehr schön", unterstreicht Uwe Naumann.

Dabei ist die Partnerschaft eigentlich viel älter als die Wiedervereinigung. Sie reicht mit ersten Besuchen und Gegenbesuchen bis in das Jahr 1954 zurück. Und wurde nur 15 Tage nach dem Mauerfall von dem damaligen Bürgermeistern Ottmar Wanke aus Großenhain und Jochen K. Kübler aus Öhringen wiederbelebt. Bereits zu Weihnachten 1990 schickten die Sachsen einen echten Christstollen. Die Tradition hält die Bäckerei Faust auf dem Öhringer Weihnachtsmarkt bis heute aufrecht, würdigt die Hohenloher Zeitung. 

Als dritter Spielbühnler kommt Jens Dost zu Wort. Ihm sei die Wiedervereinigung längs in Fleisch und Blut übergegangen, sagte er. "Ich stelle mir nicht mehr die Frage, ob ich vom Osten in den Westen fahre. Das ist inzwischen längst selbstverständlich."  Er fahre einfach vom Sächsischen ins Schwäbische. (SZ/krü)

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.


Mehr zum Thema Großenhain