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„Bitte setzen Sie die Maske auf!“

Das Großenhainer Ordnungsamt wird bei seinen Kontrollen durch die Bereitschaftspolizei unterstützt. „Die Leute sind vernünftig“, sagen die Ordnungshüter.

Bereitschaftspolizei und Ordnungsamt sind derzeit verstärkt im Einsatz, um auf die Einhaltung der Maskenpflicht sowie den richtigen Sitz zu achten.
Bereitschaftspolizei und Ordnungsamt sind derzeit verstärkt im Einsatz, um auf die Einhaltung der Maskenpflicht sowie den richtigen Sitz zu achten. © Norbert Millauer

Großenhain. Beim Einkauf zusehen lassen, das mag Susanne Pelzer (*) eigentlich nicht. Dass ihr die Kontrolleure auf den Fersen sind, empfindet die zweifache Mutti nicht unbedingt als angenehm. „Aber es ist schon in Ordnung“, sagt die 32-Jährige dann. Die Maske sitzt.

Die Maske. Der Mund-Nasenschutz. Pflicht in vielen Bereichen unseres öffentlichen Lebens, umstritten. Seit 2. November gelten neue Vorschriften. In Großenhain sind mindestens zwei Teams unterwegs, die Einhaltung der Hygieneregeln zu kontrollieren. Maik, Hardy und Bianca (*) wollen weitgehend unerkannt bleiben. Die Bereitschaftspolizisten aus Dresden und die Großenhainerin aus dem Ordnungsamt sind in diesen Tagen verstärkt im Einsatz, um potenziellen „Maskenmuffeln“ auf die Spur zu kommen. Mit zwei Teams, jeweils zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes, gehen sie auf Pirsch. „Die Leute sind vernünftig“, sagt Bianca. Und meint: Die meisten haben sich darauf eingestellt, dass im Einzelhandel, in Super- und Baumärkten oder an der Tankstelle das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben ist. Genau in diesen Bereichen sind die Kontrolleure derzeit verstärkt aktiv, aber zum Beispiel auch an Bushaltestellen oder auf dem Großenhainer Wochenmarkt.

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Bislang sind bei den Großenhainer Kontrollen noch keine schwerwiegenden Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet worden, sagt Hardy. Da reichten freundliche Hinweise aus, auch mal den ordnungsgemäßen Sitz des Schutzes über die Nase zu korrigieren. Zugenommen habe die Zahl von vorgelegten ärztlichen Attesten. Diese werden von den Streifen genau unter die Lupe genommen. "Ein Attest muss immer im Original vorgezeigt werden", so Bianca. Die Befreiungen von der Maskenpflicht gebe es in vielen unterschiedlichen Formen - mal als Krankenschein, mal als "normales" Blatt Papier oder als Rezept. Das mache die Arbeit zwar nicht leichter, aber sei unerheblich, sagt Maik und schmunzelt.

Dass zum Beispiel die großen Einkaufsmärkte ihre Hygieneregeln an die Vorgaben angepasst haben, kommt den Kontrolleuren ein wenig entgegen. "Eine dieser behördlich angeordneten Maßnahmen ist, dass nur eine begrenzte Anzahl Kunden zeitgleich in unsere Filialen darf", so Alisa Götzinger, Sprecherin der Kaufland Stiftung & Co. mit Sitz in Neckarsulm. In Großenhain sei deshalb die Zahl der zur Verfügung stehenden Einkaufswagen auf 200 reduziert worden. "Die überwiegende Mehrzahl unserer Kunden unterstützt uns bei den vielfältigen Maßnahmen, mit denen wir die Verbreitungsrate reduzieren und die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter in den Filialen schützen wollen", so Alisa Götzinger. Im Unterschied zum ersten Lockdown im Frühjahr hätten sich viele notwendige Verhaltensregeln inzwischen gut eingespielt: Die Kunden tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung und achten darauf, die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln während des Einkaufs einzuhalten.

Deshalb könne man in vielen Filialen, darunter auch in Großenhain, auf den Einsatz von Security verzichten können. Und für stichprobenartige Kontrollen und Hinweise können die Märkte letztlich ja auch auf Kontrolleure wie Hardy, Maik und Bianca zählen.

(* Namen geändert)

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Vor dem Großenhainer Kaufland hat das Unternehmen ein unübersehbares Hinweisschild mit den geltenden Regeln postiert.
Vor dem Großenhainer Kaufland hat das Unternehmen ein unübersehbares Hinweisschild mit den geltenden Regeln postiert. © Foto: Thomas Riemer

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