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Mit Sport gegen den Corona-Blues

Vor zwei Wochen wurde Monique Ruscher-Mohn zu Deutschlands bester Sportfachverkäuferin gekürt. Ihr Beratungstalent ist gerade jetzt gefragt.

Monique Ruscher-Mohn vom Sportgeschäft mit zwei Utensilien, die für diese Zeit stehen. Links, der Teamsport, welcher leider ausfallen muss. Rechts die Hantel, mit der daheim trainiert werden kann.
Monique Ruscher-Mohn vom Sportgeschäft mit zwei Utensilien, die für diese Zeit stehen. Links, der Teamsport, welcher leider ausfallen muss. Rechts die Hantel, mit der daheim trainiert werden kann. © Kristin Richter

Großenhain. Gewisse Dinge sollten auch jetzt noch ein Grund zur Freude sein dürfen. Vor allem dann, wenn harte Arbeit dahintersteckt und letztlich andere Menschen sogar davon profitieren können. Dass Großenhain sich rühmen darf, hinter einer der städtischen Ladentische tatsächlich Deutschlands beste Sportfachverkäuferin stehen zu haben, ist so ein Grund zur Freude. Vor gut zwei Wochen war es Monique Ruscher-Mohn gelungen, die begehrte Auszeichnung noch einmal für sich entscheiden zu können. Die Tochter des gleichnamigen Ladeninhabers mit Geschäften in Großenhain und Meißen, wurde damit zum zweiten Mal nach 2017 prämiert. Und kann ihr Wissen gerade dieser Tage wieder mehr denn je anwenden. 

Dass sie gewissermaßen mit Sportartikeln jeglicher Art aufgewachsen ist, mag ihre Chancen beim bundesweiten Wettbewerb vielleicht etwas verbessert haben. Angesichts von 700 Teilnehmern und schließlich 40 Konkurrenten im Finale musste die 37-Jährige aber vor allem mit einer Vielzahl fachlicher Kenntnisse aufwarten. 

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Dass die Prüfungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt an einem lauschigen Ort an der Zugspitze, sondern ausschließlich online stattfinden mussten, habe die Sache nicht unbedingt erleichtert. 

Ganz im Gegenteil! Zwei Tage, so Monique Ruscher-Mohn, hätte sie gewissermaßen ausschließlich vorm Computer verbracht. Während am ersten Tag noch einmal Schulungen mit namhaften Lieferanten stattfanden, hätten sich dann die Prüfungen in Theorie und Praxis angeschlossen. 

Im Mittelpunkt dabei vor allem ein Themenkomplex, der die Kunden auch hierzulande gerade jetzt sehr interessieren dürfte: Welche Stoffe wurden für welche Art von Trainingskleidung verarbeitet? Wie reagieren die Materialien nach schweißtreibenden Laufrunden und welche Lebensdauer haben die jeweiligen Produkte? Sind die teuersten Schuhe der Marke X, Y oder Z wirklich die Besten oder tun es vielleicht doch auch für den Anfang des freizeitsportlichen Daseins ein Paar preisgünstigere?

Fragen über Fragen, welche die erst im vergangenen Jahr ausgebildete Fitnesstrainerin jederzeit und ohne Mühe beantworten kann. Vor allem nun, da sich erfahrungsgemäß wieder mehr Leute sportlich betätigen würden. "Im Hinblick auf andere Branchen müssen wir wirklich zugeben, dass wir wirtschaftlich betrachtet mit unserem Angebot noch mit einem blauen Auge davongekommen sind", bekennt Monique Ruscher-Mohn. 

Seit dem ersten Lockdown habe der Abverkauf von Wander- und Laufutensilien beispielsweise eindeutig zugenommen. Auch Fahrradbekleidung stünde Hoch im Kurs. Im Vergleich zu Badebekleidung, die sich lediglich an sonnigen Sommertagen einer Nachfrage erfreut habe. Aber in Zeiten, in denen die Reise in den Süden zugunsten eines Urlaubs in der fränkischen Schweiz abgesagt werden musste, gingen eben Wanderschuhe besser als modische Bikinis. 

Abgesehen davon, deckten sich sowohl Frauen als auch Männer mit Kleidung ein, die in den eigenen vier Wänden, aber auch für den individuellen Sport im Stadtpark genutzt werden könne. 

Den Kopf nach der Arbeit im Homeoffice einfach mal frei bekommen, Luft schnappen, angesichts des Gedankenkarussells um die ansteckende Viruserkrankung oder einfach mal eine Stunde für sich inmitten der kräftezehrenden Kinderbetreuung zu haben - Sport würde von zahlreichen Menschen ganz neu für sich als Ventil gegen den Seelenballast entdeckt. 

"Umso trauriger ist es natürlich, dass viele Mannschaften und Vereine, welche sich abendlich oder am Wochenende zusammenfinden, nun wieder nicht trainieren dürfen", ist sich Monique Ruscher-Mohn bewusst. 

Wie die dreifache Mutter betont, solle dennoch versucht werden, wenigstens im privaten Kreis etwas Sport zu treiben. Immerhin gelte Bewegung nicht erst seit Corona als ein überaus probates Mittel für geistig-emotionale Fitness. In einem bestimmten Ausmaß führe sie zu biologischen Prozessen im Körper, die sich wiederum positiv auf die Psyche auswirkten. Ein bewältigter Ausdauerlauf von gut 30 Minuten sei nun mal durchaus ein Grund zur Freude. Und diese dürfe, ja müsse man sich jetzt erst recht gönnen.  

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