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Corona: Notbetreuung wird vorbereitet

Ab Montag schließen auch in Großenhain die Kindereinrichtungen und Schulen. Für einige Schüler war aufgrund neuer Infektionen bereits am Donnerstag Schluss.

Kinder, Eltern und auch Erzieher haben angesichts der nahenden Schließungen nicht unbedingt gut Lachen.
Kinder, Eltern und auch Erzieher haben angesichts der nahenden Schließungen nicht unbedingt gut Lachen. © Archiv : Claudia Hübschmann

Großenhain. Für die Mädchen und Jungen der Schule zur Lernförderung in Großenhain war bereits am Donnerstag Schluss. Wie der Leiter der Einrichtung, Thomas Jacobi im SZ-Gespräch erklärte, seien drei Lehrer mit dem Covid-19-Virus infiziert, weitere Test stünden aus. Dementsprechend befänden sich einige weitere Pädagogen in Quarantäne. "Zum einen hätten wir den Unterricht nicht mehr absichern können und zum anderen würde der Weiterbetrieb eine gesundheitliche Gefahr für Schüler, Eltern und Mitarbeiter darstellen", sagt Thomas Jacobi. Die Schüler befänden sich deshalb in häuslicher Lernzeit beziehungsweise die Klassen eins bis sechs würden am Freitag notbetreut.

Ein durch die Pandemie verursachter Umstand, der alle anderen Schulen und Kindereinrichtungen ab Montag betreffen wird. Das Problem vieler Eltern dabei: Wohin mit den Kindern? „Uns ist durchaus bewusst, dass die ab Wochenanfang geltenden Regelungen sowohl für Kinder, Eltern als auch die Erzieher wieder eine neuerliche Bewährungsprobe in einer ohnehin schon aufreibenden Zeit darstellen“, bekennt Rathaussprecherin Diana Schulze. Momentan würden die Kindereinrichtungen eine Notbetreuung – so wie beim ersten Lockdown im Frühjahr auch – vorbereiten. Genutzt werden könne diese dann von Müttern und Vätern, welche zur sogenannten systemrelevanten Berufsgruppe zählten. Welche das indes sein würden, stünde allerdings bisher noch nicht fest. „Wir hoffen sehr, dass der Freistaat die Festlegungen zeitnah treffen und veröffentlichen wird“, so Diana Schulze. Abgesehen davon bitte man die Eltern herzlich um Unterstützung und eine Betreuung – wenn möglich – zu Hause. Eine Notbetreuung könne eben, wie der Name schon sage, keineswegs die regulären Betreuungsmöglichkeiten eins zu eins ersetzen.

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Wenig Entspannung gebe es auch hinsichtlich der Corona-Lage zu vermelden. Die Zahl der Erkrankungen nehme auch in der Röderstadt weiter zu. Insgesamt wären mit Stand Donnerstag 112 Großenhainer aktiv infiziert, sechs Menschen seien in Folge der Infektion gestorben. Am Montag vermeldete die Tagesstatistik noch 90 Betroffene. „Wir können nur immer wieder appellieren und inständig bitten, alles Erdenkliche zu tun, um eine Ansteckung zu vermeiden!“

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