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Prozessauftakt nach Mordkomplott

Ab Mittwoch wird am Landgericht Dresden die Verhandlung gegen vier Großenhainer eröffnet. Ihnen wird zur Last gelegt, für den Tod eines Mannes verantwortlich zu sein.

Ermittler suchten im Juni vergangenen Jahres zwischen Medessen und Zottewitz nach Spuren eines Tötungsdelikts. Nun müssen sich vier Großenhainer vor dem Landgericht in Dresden verantworten.
Ermittler suchten im Juni vergangenen Jahres zwischen Medessen und Zottewitz nach Spuren eines Tötungsdelikts. Nun müssen sich vier Großenhainer vor dem Landgericht in Dresden verantworten. © Archivfoto: Kristin Richter

Großenhain. Nach gut einem Jahr ist es soweit: Am Mittwochmorgen beginnt der Prozess gegen zwei Frauen und zwei Männer, die im Juni 2020 einen 38-jährigen Großenhainer mit erschreckender Kaltblütigkeit umgebracht haben sollen. Angesetzt sind nach jetzigem Stand der Dinge bis Ende Juli 19 Verhandlungstermine. Wie viele es bis zur Urteilsverkündung letztlich wirklich werden, so Richterin Corinna Michaelis am Montag, könne gegenwärtig noch nicht gesagt werden.

Nach monatelangen, sehr aufwendigen Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Dresden bereits im Dezember darüber informiert, dass Anklage gegen die vier Beschuldigten erhoben werde. Den zwei Männern im Alter von 29 und 52 Jahren sowie einer 32-jährigen Frau werden versuchter Mord und gemeinschaftlicher Mord zur Last gelegt. Darüber hinaus müsse sich eine 51-jährige Frau unter anderem wegen Beihilfe zum versuchten Mord verantworten.

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Im wesentlichen Habgier sei der Motor für das verbrecherische Handeln der Angeklagten gewesen, - eine davon ist die getrennt lebende Ehefrau des Opfers - welches in seiner Brutalität herausragend wäre. Ihnen werde vorgeworfen, den Mann an jenem Juniabend in ihre Gewalt gebracht zu haben. Mit dem erklärten Ziel, ihn schwer zu verletzen und später zu töten, sei er in ein Auto gedrängt und gegen seinen Willen unter mehrfachen Schlägen in ein einsames Waldstück nahe Zottewitz gebracht worden. "Die Beschuldigten ließen später den bereits schwer verletzten Mann am Ort des Geschehens liegen, um an den nachfolgenden Tagen zurückzukehren", erklärte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt. Handlungen, bei der die 51-jährige Frau nicht mehr mit dabei gewesen sein soll. Da er noch lebte, hätten sie bis zum 16. Juni immer wieder heftige Gewalt gegen den Familienvater verübt, der nach dem Martyrium am 19. Juni nur noch tot von der Polizei aufgefunden werden konnte.

Ein Verbrechen, was die Großenhainer bis heute beschäftigt. Erst recht jene Menschen, die der Getötete zurückgelassen hat: Mutter und Bruder werden im Prozess als Nebenkläger auftreten.

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