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Kein Startschuss für Großenhainer Revier

Am künftigen Standort der Polizei auf dem früheren Sachsenhof-Areal sind noch immer Archäologen am Werk. Der Neubau lässt noch länger auf sich warten.

Archäologische Untersuchungen finden seit Dezember auf dem Grundstück Mozartallee/Meißner Straße statt. Später soll hier das neue Polizeirevier entstehen.
Archäologische Untersuchungen finden seit Dezember auf dem Grundstück Mozartallee/Meißner Straße statt. Später soll hier das neue Polizeirevier entstehen. © Kristin Richter

Großenhain. 1999 wurde der frühere "Sachsenhof" an der Ecke Mozartallee/Meißner Straße Opfer von Brandstiftern und brannte komplett nieder. Danach zur Grünanlage umgestaltet, sind seit ein paar Wochen Archäologen am Werk. Dort, wo einmal ein neues Polizeirevier gebaut werden soll, dokumentierten sie bislang unter anderem Überreste der ehemaligen Stadtbefestigung, den Stadtgraben entlang der erhaltenen Stadtmauer und das Meißner Tor. Zum Monatsende sollen die Grabungen abgeschlossen werden.

Doch als "offiziellen Baubeginn" für das Polizeirevier werden die Arbeiten nicht ins Geschichtsbuch eingehen. Dafür gebe es derzeit überhaupt noch keine zeitlichen Vorgaben, so ein Sprecher des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Erst müssten entsprechende Planungsunterlagen erarbeitet werden. Ob das bereits in diesem Jahr passiere, könne er nicht sagen. Demzufolge seien auch Angaben zu einem möglichen Baubeginn bis hin zur Fertigstellung und dem Umzug des Polizeireviers vom Hauptmarkt zum künftigen Domizil vage.

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Im Sommer 2019 hatte sich die Polizei Sachsens zu dem neuen Standort bekannt. Alternativen wären ein aufwendiger Umbau des jetzigen Reviers auf dem Hauptmarkt sowie der frühere VP-Standort Rostiger Weg gewesen. Das Großenhainer Rathaus fädelte letztlich den Grundstücksverkauf des knapp 1.800 Quadratmeter großen Sachsenhof-Areals ein. Im Stadtrat fand dies 2019 eine deutliche Mehrheit. Sollte es nicht zu einem Neubau kommen, fällt das Grundstück an die Stadt zurück. Sollte der Freistaat das Objekt innerhalb von zehn Jahren wieder veräußern, muss er die Hälfte des Kaufpreises gemäß einer "Mehrerlösklausel" an die Stadt abführen.

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