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Schon wieder ein Kater angeschossen

Nachdem Ende Mai die kleine Lola mitten in Großenhains Innenstadt durch ein Diabolo ums Leben gekommen ist, wurde nun in Baselitz ein Tier verletzt.

Besitzer und der Großenhainer Tierschutzverein sind fassungslos: Kater Carlo aus Baselitz wurde vermutlich am Sonntagabend angeschossen.
Besitzer und der Großenhainer Tierschutzverein sind fassungslos: Kater Carlo aus Baselitz wurde vermutlich am Sonntagabend angeschossen. © privat

Großenhain/Baßlitz. Armin Krake macht aus seinem Entsetzen keinen Hehl. Innerhalb von wenigen Wochen muss sich der Chef des Großenhainer Tierschutzvereins mit etwas herumplagen, was geradezu unbegreiflich scheint: Offenbar gibt es Menschen, denen es Freude bereitet, mit einem Gewehr oder einer Luftpistole in der Gegend herumzuballern und gezielt auf Tiere zu schießen. "Das ist wirklich sehr bitter, denn auch wenn wir schon so einiges gewöhnt sind, ist diese Art der bewussten Verletzung eine andere Dimension", betont Armin Krake.

Immerhin: War Ende Mai die erst ein Jahr alte Katze Lola mitten in Großenhains Innenstadt von einem Diabolo getroffen worden und erlag später ihren schweren Verletzungen, ereignete sich nun schon wieder ein derartiger Vorfall. Kater Carlo aus dem Priestewitzer Ortsteil Baselitz kehrte am Sonntag mit einem frischen Einschuss nach Hause zurück. "Er liegt jeden Abend bei uns im Wohnzimmer und ich untersuche ihn dann auf Zecken. Zunächst dachte ich, dass es sich um ein besonders großes Tier handelt, aber dann war ich doch verunsichert und bat meinen Mann um Hilfe", erzählt Steffi Goldbach.

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Bei näherer Betrachtung habe sich der vermeintliche Blutsauger dann leider schnell als das erwiesen, was sie wenig später mit einer Pinzette behutsam zum Vorschein brachten. "Als wir das Diabolo in unserer Handfläche liegen hatten, konnten wir es kaum glauben", bekennt die 58-Jährige und schüttelt den Kopf. Doch es gab keinen Zweifel. Auf ihren Carlo, denn sie seinerzeit aus der Pfötchenhilfe Priestewitz geholt hatten, war wirklich geschossen worden.

Wer so viel Kaltblütigkeit besitzt, weiß die Familie, zu der auch noch zwei Hunde und zwei weitere Katzen gehören, nach eigenem Bekunden nicht. Fest stehe indes, dass sie für jeden Hinweis dankbar wäre. Einerseits um die grausame Tat an ihrem rotblonden Fellfreund aufklären zu können. Und andererseits, damit die verständliche Angst wieder verschwinde, es könne auch den anderen Tieren etwas angetan werden. Den eigenen und denen aus der Nachbarschaft.

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Eine, in der es bereits 2016 schon einmal ein solches tragisches Erlebnis gegeben hat. Der damals drei Jahre alte Kater Paul war nachweislich mit einem Druckluftgewehr, einem sogenannten Knicker, angeschossen worden. Auf der Röntgenaufnahme gut sichtbar, steckte noch das Geschoss in der Wirbelsäule des Vierbeiners. Eine entsetzliche Tat - und alles andere als ein harmloser Dummejungenstreich.

Wer Angaben zum Vorfall machen kann, wendet sich bitte umgehend an den Tierschutzverein Großenhain unter 0174 1059350 oder [email protected]

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