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So kontrolliert die Stadt die Maskenpflicht

In Großenhain setzen Ordnungsamt und Polizei vor allem auf Kommunikation und Verständnis der Bürger.

Das Großenhainer Ordnungsamt setzt bislang bei seinen Kontrollen vor allem auf Aufklärung und Kommunikation zur Maskenpflicht.
Das Großenhainer Ordnungsamt setzt bislang bei seinen Kontrollen vor allem auf Aufklärung und Kommunikation zur Maskenpflicht. © Foto: Klaus-Dieter Brühl

Großenhain. "Oh Gott, das hab ich vergessen!" Es ist die häufigste Reaktion von Besuchern auf dem Großenhainer Wochenmarkt, als sie vergangenen Donnerstag beim Bummel von einem Mitarbeiter im Ordnungsamt der Stadt auf die Maskenpflicht hingewiesen werden. Die besteht seit Erlass der jüngsten Allgemeinverfügung des Landkreises Meißen vom 26. Oktober zum Vollzug der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. Unter anderem Märkte, Haltestellen des ÖPNV, Bahnhöfe und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung verpflichten demzufolge zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Für den Großenhainer Wochenmarkt sind kurz darauf die entsprechenden Hinweisschilder geändert bzw. angepasst worden, sagt Rathaussprecherin Diana Schulze. Doch die Unwissenheit und Ratlosigkeit einiger Besucher ist groß. „Ich wusste nicht, dass die Maske auf dem Markt Pflicht ist“, sagt ein Mann Mitte 50. In seiner Heimatstadt Dresden sei er bislang darauf nicht angesprochen worden, fügt er hinzu. Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes erklärt ihm wie auch anderen Passanten freundlich, aber bestimmt die Sachlage. Vergangene Woche blieb es bei Ermahnungen und Erklärungen. Doch wer partout keine Maske tragen will, muss ab dieser Woche damit rechnen, dass seine Personalien aufgenommen und ans Kreisordnungsamt zwecks Aufnahme einer Anzeige weitergeleitet werden.

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Familie Vetter aus Großenhain trug am Donnerstag auf dem Wochenmarkt vorbildlich Maske. „Das ist zwar lästig, aber zurzeit sicher angemessen“, sind sich die drei jungen Frauen einig. Ab dieser Woche müssen Besucher und Nutzer von öffentlichen Einrichtungen und Plätzen mit verstärkten Kontrollen rechnen.
Familie Vetter aus Großenhain trug am Donnerstag auf dem Wochenmarkt vorbildlich Maske. „Das ist zwar lästig, aber zurzeit sicher angemessen“, sind sich die drei jungen Frauen einig. Ab dieser Woche müssen Besucher und Nutzer von öffentlichen Einrichtungen und Plätzen mit verstärkten Kontrollen rechnen. © Foto: Klaus-Dieter Brühl
Marktgilde und Stadtverwaltung haben die Schilder an den Zugängen zum Wochenmarkt aktualisiert.
Marktgilde und Stadtverwaltung haben die Schilder an den Zugängen zum Wochenmarkt aktualisiert. © Klaus-Dieter Brühl
Viele Marktbesucher informieren sich vor ihrem Bummel über die aktuellen Vorgaben. Doch längst nicht alle.
Viele Marktbesucher informieren sich vor ihrem Bummel über die aktuellen Vorgaben. Doch längst nicht alle. © Foto: Klaus-Dieter Brühl

Fast zeitgleich kursieren in den sozialen Medien Gerüchte, dass das Großenhainer Ordnungsamt „einem Kunden 60 Euro Strafe aufbrummen“ wollte, „da keine Maske getragen wurde“. Diana Schulze und auch der Ordnungsamts-Mitarbeiter weisen das zurück. Es gelte die bereits genannte Verfahrensweise der Personalien-Aufnahme. Bußgelder vor Ort seien nicht eingezogen worden.

Natürlich wird es in den nächsten Tagen und Wochen zusätzliche Kontrollen der Einhaltung der Maskenpflicht auch in Großenhain geben. Wie bereits im Frühjahr werden Ordnungsamt und Polizei dabei auch gemeinsam an den Brennpunkten kontrollieren. Das gilt insbesondere für die Haltestellen des ÖPNV, die mit dem Ende der Herbstferien stärker frequentiert sein dürften.

Verweigerer müssen mit Ordnungsstrafe rechnen

„Wir setzen auf Kommunikation und das Verständnis der Menschen“, erklärt Polizeisprecher Marko Laske die Herangehensweise der Polizeidirektion Dresden. Doch wer sich als prinzipieller Maskenverweigerer erweist, kann auch durchaus vor Ort mit einer Ordnungsstrafe belegt werden.

Inwiefern sich die ab Montag geltenden neuen Einschränkungen auswirken, ob es gegebenenfalls eine Präzisierung der Allgemeinverfügung gibt - das sind Aspekte, die auch Verwaltungen und Behörden täglich zu neuen Herausforderungen drängen könnten. „Wir hoffen aber in erster Linie auf das Verantwortungsbewusstsein unserer Bürger“, so Stadtsprecherin Diana Schulze.

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