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Autofahrer müssen viel Geduld haben

Die wegen Bauarbeiten veränderte Situation an der Dresdner Kreuzung in Großenhain führt zu langen Rückstaus.

Lange Rückstaus aus allen Richtungen bestimmen derzeit tagsüber das Geschehen an der Dresdner Kreuzung in Großenhain. Bis zum 23. Dezember müssen sich Autofahrer darauf einstellen.
Lange Rückstaus aus allen Richtungen bestimmen derzeit tagsüber das Geschehen an der Dresdner Kreuzung in Großenhain. Bis zum 23. Dezember müssen sich Autofahrer darauf einstellen. © Norbert Millauer

Großenhain. Genau zehn Pkw schaffen es problemlos, bei Grün die Kreuzung zu passieren. Der Elfte kommt gerade noch bei "Dunkelgelb" durch, der Zwölfte dampft drüber, obwohl die Ampel schon "Rot" zeigt. So stellt sich die aktuelle Situation im Bereich der Dresdner Kreuzung in Großenhain dar. Auch Lkw müssen sich in die Schlange einreihen, die insbesondere aus Richtung Radeburger Platz/Weberallee und auf der anderen Seite von der Beethovenallee zuweilen Hunderte Meter lang ist. Nicht immer siegt dabei die Geduld der Autofahrer - vor allem Brummi-Fahrer drücken schon mal auf die Hupe, wenn das vor ihnen stehende Fahrzeug vermeintlich nicht in die Gänge kommt.

Grund für den Rückstau sind die Arbeiten zur Sanierung der Wallanlage im Bereich der Beethovenallee zwischen Kulturschloss und Kreuzung. Waren zunächst nur Radfahrer und Fußgänger von den Verkehrsbehinderungen betroffen, trifft es nun sämtliche Passanten der Dresdner Kreuzung. Denn mit den Arbeiten verbunden ist die Sperrung jener Spur, auf der normalerweise Geradeausfahrer und Rechtsabbieger fahren. Das gesamte Fahrzeugaufkommen aus Richtung Schloss muss sich deshalb momentan eine einzige Spur teilen. Rückstaus bis zum Radeburger Platz seien keine Seltenheit, sagt ein Anwohner vom Steinweg.

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Auch aus Richtung Meißen kommend, ist es nicht besser. Hier müssen Verkehrsteilnehmer damit rechnen, in Höhe des früheren Gerichts auf das Ende des Staus zu stoßen. "Wer es eilig hat, ist klar im Nachteil", schrieb ein Facebook-Nutzer, der täglich mit einem Lieferauto hier vorbei muss, jetzt in seinem Account. "Seit es den Rechtsabbiegerpfeil vorn an der Kreuzung nicht mehr gibt, ist es schlimmer geworden", fügt er hinzu. Der war zu Jahresbeginn "stillgelegt" worden, weil eine neue Vorschrift besagt, dass derartige Ampeln nur angebracht werden, wenn eine überbreite oder eigene Fahrspur zur Verfügung steht.

Erschwerend kommt ein weiterer Umstand hinzu: Da die Mülbitzer Straße ebenfalls wegen Bauarbeiten gesperrt ist, entfällt sie als mögliche Alternative. Dass die Öhringer Straße vor ein paar Tagen wieder ungehindert befahren werden kann, ist deshalb nur ein schwacher Trost.

Immerhin: Für die Ampelschaltung auf der Dresdner Kreuzung wurden für die Bauzeit veränderte Schaltzeiten eingerichtet. Jeder Straßenzug der B 101 hat eine eigene Grünphase erhalten, "um ein gefahrloses Entgegenkommen bzw. aneinander Vorbeifahren zu gewährleisten", so die offizielle Mitteilung der Verkehrsplaner. Die Nebenrichtungen Dresdner Straße dagegen blieben unverändert. Bis zum 23. Dezember soll dieses Szenario gelten.

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Der Situation zu entgehen, ist vor allem für Ortsfremde sehr schwierig. Anwohner aus Priestewitz haben bemerkt, dass die Straße in Richtung Lenz über Kottewitz vermehrt als Schleichweg benutzt wird, um Großenhain zu umfahren. Auch auf der Herrmannstraße sowie der Mozartallee fahren zurzeit mehr Autos als gewohnt. Doch gerade für Lkw ist nicht jeder dieser Wege geeignet. Den meisten bleibt also nur eins: Für die Fahrt durch Großenhain müssen sie ganz viel Zeit und Geduld mitbringen.

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