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Steht bald ein Camper vor Selectorz?

Weil ab Montag die Zeiten von Click & Meet wieder vorbei sein sollen, macht sich Großenhains Ladeninhaber Jan Dingfelder Gedanken. Und kam auf eine Idee.

Die Pandemie macht erfinderisch: Weil sein Geschäft ab Montag wieder nur eingeschränkt verkaufen kann, kam Jan Dingfelder auf eine Idee. Er würde gern einen Camper zur Ankleide vor den Laden stellen.
Die Pandemie macht erfinderisch: Weil sein Geschäft ab Montag wieder nur eingeschränkt verkaufen kann, kam Jan Dingfelder auf eine Idee. Er würde gern einen Camper zur Ankleide vor den Laden stellen. © Archivfoto: Kristin Richter

Großenhain. Was die Gastronomen machen, könnte bei ihm vielleicht auch funktionieren. Seit Jan Dingfelder weiß, dass die Zeichen für Einzelhandelsgeschäfte wieder schlecht stehen, habe er sich überlegt, was noch möglich sein könnte.

Der Inhaber des Großenhainer Kultladens Selectorz auf dem Frauenmarkt bewies schon in den vergangenen Monaten viel Einfallsreichtum, um etwa mit kleinen Verkaufsfilmen oder einer entsprechenden Schaufenstergestaltung Kunden anzulocken. Selbst seine Nachricht an Michael Kretschmer vor einem Monat blieb nicht ungehört und wurde vom sächsischen Ministerpräsidenten persönlich per Videobotschaft beantwortet.

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Kein Wunder also, dass der umtriebige Röderstädter auch nach dem Votum für die sogenannte Bundes-Notbremse - laut dieser ist ab einem Inzidenzwert über 150 nur noch das Abholen bestellter Waren erlaubt - jetzt nicht so einfach aufgeben möchte. Bereits am Mittwoch machte er sich deshalb auf die Suche nach einem Camper - und wurde dank Facebook und gleich mehrerer Hilfsangebote fündig. Das komfortable Teil solle als Umkleidekabine dienen und statt dem bisher gestatteten "Click & Meet" eine Chance zum Weiterverkauf mit Anprobe bieten.

"Mir ist natürlich bewusst, dass ich das nicht ohne eine Genehmigung der Stadt einfach so machen kann! Aber vielleicht muss ich das auch gar nicht und wir können uns gemeinsam mit der Verwaltung beziehungsweise unserem Citymanager eine Lösung für alle betroffenen Händler einfallen lassen", regt Jan Dingfelder an.

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Die Erfahrung habe ja geradezu niederschmetternd gezeigt, wie lange es dauern kann, bis die geforderte Inzidenz, welche für eine Wiederöffnung entscheidend sein soll, erreicht werde. Tage und Wochen, die kein selbstständiger Unternehmer wirtschaftlich mehr folgenlos durchhalten könne. Deshalb müssten nun ganz schnell praktikable Alternativen her. Die Gastronomen hätten es schließlich vorgemacht.

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