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Huckelpiste nahe Folbern wird erst im Frühjahr begradigt

2018 hatte TS Bau Glaubitz die Straße in vorbildlichem Zustand hergerichtet. Ein anderes Unternehmen hat jetzt Unmut unter Autofahrern erzeugt.

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Zwei "Sprungschanzen" auf der S 91 zwischen Folbern und Kalkreuth sorgen derzeit für Unmut von Autofahrern.
Zwei "Sprungschanzen" auf der S 91 zwischen Folbern und Kalkreuth sorgen derzeit für Unmut von Autofahrern. © Kristin Richter

Folbern. Jede Menge Unmut gab es zuletzt zum Zustand der S 91 zwischen Folbern und Kalkreuth. Dort hatte ein Unternehmen Amphibientunnel in die Straße eingebaut. Allerdings hat die Piste nunmehr zwei Huckel - sehr zum Ärger der Autofahrer.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hat jetzt klargestellt, dass die jüngsten Arbeiten keineswegs von der Firma TS Bau Glaubitz durchgeführt wurden. Eine vermeintliche Anliegerinformation "können wir nicht bestätigen", so Sprecher Franz Grossmann. Zum entsprechenden Auftragnehmer für den Bau der Amphibientunnel wolle das Lasuv keine Auskünfte erteilen. "Prinzipiell sind unsere Auftragnehmer nicht zu Auskünften zu Vorhaben in Verantwortung des Lasuv berechtigt", teilte die Behörde auf Anfrage von sächsische.de mit.

Bei TS Bau Glaubitz hat die "Anliegerinformation" für Widerspruch gesorgt. Zuletzt habe das Unternehmen zwischen Folbern und Kalkreuth im Jahr 2016 im Auftrag des Lasuv eine neue Straßendecke aufgebracht (bis zum Kalkreuther Brückenbauwerk), so Geschäftsführer Michael Benedikt. Seitdem galt die Straße im Volksmund auch als "Rennstrecke".

Tatsächlich wurde die jüngste Baumaßnahme am 5. November abgenommen. "Der qualitativ unzureichende Deckenschluss wurde unsererseits bemängelt", teilt Franz Grossmann, Sprecher des Lasuv, auf SZ-Anfrage mit. Die Witterung und der überwiegend technologisch erforderliche Handeinbau beim Asphalt wären die ausschlaggebenden Ursachen für die aufgetretenen Mängel, heißt es.

Für das Lasuv wäre eine Nichtabnahme nicht infrage gekommen. Denn das hätte eine "Aufrechterhaltung der Vollsperrung bis zum Frühjahr" für bauoffenes Wetter bedeutet. Das "war und ist im Sinne der Verkehrsteilnehmer keine Option", so Grossmann. Deshalb wurde vereinbart, die Mangelbeseitigung im Frühjahr 2022 vorzunehmen. Die notwendigen Leistungen und damit verbundenen Kosten gingen zulasten des Auftragnehmers, also der Baufirma, teilt das Lasuv mit. (SZ)