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Fast 3.900 neue Sträucher und Bäume

Mit mehreren Pflanzaktionen will Großenhain in den nächsten Wochen das städtische Grün erweitern. Das Prozedere ist nicht immer einfach.

Viel Anerkennung fand eine Baumpflanzaktion am Feldrand in Zschauitz im Herbst 2019, initiiert durch die
Großenhainer Gesenk- und Freiformschmiede. In den nächsten Wochen gibt es erneut umfangreiche Projekte in der Stadt.
Viel Anerkennung fand eine Baumpflanzaktion am Feldrand in Zschauitz im Herbst 2019, initiiert durch die Großenhainer Gesenk- und Freiformschmiede. In den nächsten Wochen gibt es erneut umfangreiche Projekte in der Stadt. © Anne Hübschmann

Großenhain. Die Stadt will den Waldanteil und die Zahl an Bäumen weiter erhöhen. "Taten statt Worte" - so lautet das Credo im Kampf gegen den sich beschleunigenden Klimawandel. Und deshalb finden in den nächsten Wochen umfangreiche Pflanzaktionen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet statt.

„Insgesamt kommen  im Herbst 3.885 neue bzw. zusätzliche Bäume und zusätzlich Großsträucher in den Boden. Bei vielen Pflanzbereichen haben sich die Vereine und Akteure auch zur weiteren Pflege bereit erklärt“ freut sich Organisator Matthias Schmieder, Leiter des Sachgebietes Ordnung und Kultur im Rathaus. Die Stadt investiere dabei allein für Waldpflege und Mehrung über 20.000 Euro in diesem Herbst. Ein Teil davon könne aus Baumspendengeldern gedeckt werden!

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Leider ist jede einzelne Pflanzstelle mittlerweile mit einem immer höheren Planungsaufwand verbunden, so Matthias Schmieder. Dies reiche von mehreren Anwohnerberatungen zu einem einzigen Baum, über wasserrechtliche, denkmalpflegerische, abfallrechtliche Genehmigungen, Aufforstungsanträge, Grenzfeststellungen bis zur Klärung der Verfügbarkeit von standortgerechtem Pflanzmaterial und der Koordinierung von Pflanzpartnern.

Doch nun kann es losgehen. Am 30. Oktober werden in Eigeninitiative und auf Kosten der Großenhainer Gesenk- und Freiformschmiede GmbH fünf Kirschbäume, die bei der großen Pflanzaktion im Herbst 2019 von insgesamt 120 Bäumen nicht angewachsen sind, erneuert. Die Großenhainer Gesenk- und Freiformschmied GmbH pflegt die Bäume am Feldweg nach Weßnitz auch weiterhin.

Der Stadtbauhof pflanzt im gesamten Stadtgebiet verstärkt als Ersatz von eingegangenen Gehölzen rund 70 Starkbäume nach bzw. zusätzlich. Vom Rotdorn auf dem Frauenmarkt bis Schwarznuss im Tal der Gräser oder einer Ungarischen Eiche an der Schule Kupferberg sind sehr verschiedene Baumarten geplant.

Am 31. Oktober pflanzt die Jagdgenossenschaft Großenhain gemeinsam mit der Stadtverwaltung  20 Bäume (von Esche bis Eiche und Ulme) sowie 80 Sträucher in der Nähe der Großraschützer Straße an der Flutrinne. Am 5. November pflanzt die GS Bobersberg gemeinsam mit dem Stadtbauhof auf einem kommunalen Grundstück mit ehemaligen Kleingärten an der M.-Scheumann-Straße 140 kleine Bäume. Die Schüler werden dafür im Rahmen eines Schulprojektes freigestellt. 

Zwei Tage später werden im Rahmen des diesjährigen Parkeinsatzes im Barockgarten Zabeltitz  neben anderen Arbeiten insgesamt 15 neue Obstbäume im historischen Obstgarten sowie sieben neue Linden als Starkbäume und zahlreiche neue Hecken in den Boden gebracht. 

Eine Woche später wird der Jugendchor unter Leitung von Stefan Jänke unter Anleitung der Stadtverwaltung 1.000 Bäume (Ahorn, Linden, Robinien, Eichen etc.) als Aufforstung einer ehemaligen Deponie im Bauerntann Zabeltitz pflanzen. Zur gleichen Zeit werden  durch den Ortschaftsrat, Bürger und Vereine des Ortsteiles Walda-Kleinthiemig  35 Bäume (Linden, Eichen, Erlen, Tannen etc.) sowie 210 Sträucher als Feldrand an der Turnhalle in Walda gepflanzt.

Außerdem wird ein Forstunternehmen im Auftrag der Stadtverwaltung ein kommunales Feldgrundstück in der Ortslage Rostig mit 1.300 Bäumen (Eichen, Ulmen, Linden etc.) sowie 100 Wildsträuchern bepflanzen. Damit wird wieder ein Feldgehölz mehr in der Agrarlandschaft als Biotop angelegt.

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