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Bislang weniger Briefwähler als erwartet

Beim Urnengang zur Landratswahl besteht Maskenpflicht. In Großenhain gibt es 20 Wahllokale sowie drei Briefwahlvorstände für reichlich 15.000 Wahlberechtigte.

Im Großenhainer Einwohnermeldeamt sind bislang 3.140 Anträge auf Briefwahl gestellt worden. Noch bis Freitag besteht dazu die Gelegenheit.
Im Großenhainer Einwohnermeldeamt sind bislang 3.140 Anträge auf Briefwahl gestellt worden. Noch bis Freitag besteht dazu die Gelegenheit. © Norbert Millauer

Großenhain. "Schützen Sie sich und die am Wahltag ehrenamtlich Tätigen! Beantragen Sie Briefwahlunterlagen!" Das Großenhainer Rathaus hat insbesondere im jüngsten Amtsblatt noch einmal ausdrücklich auf das Briefwahlrecht und -verfahren hingewiesen. Denn für die Landratswahl am Sonntag gilt das, was derzeit überall gilt: Das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus soll so gering wie möglich gehalten werden. 

Immerhin: Die Großenhainer Wahlberechtigten haben den Ruf erhört. Mit Stand Dienstag am frühen Nachmittag  gab es im Rathaus bereits 1.340 Anträge auf Briefwahl bei insgesamt 15.735 Wahlberechtigten. Das sind etwas weniger als ursprünglich erwartet. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr hatte es zum gleichen Zeitpunkt rund 1.700 Anträge auf Briefwahl gegeben. Allerdings kann sich die Quote für das Landratsvotum noch erhöhen. Denn die Stimmabgabe per Briefwahl ist noch bis zum Freitag, 9. Oktober, 16 Uhr möglich. Die Unterlagen können im Einwohnermeldeamt beantragt werden. Dort kann auch eine direkte Stimmabgabe bis zum Ablauf der Frist erfolgen. Drei Wahlurnen stehen dafür im Einwohnermeldeamt bereit. 

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Für den eigentlichen Wahltag am Sonntag sieht sich die Stadt gut aufgebaut. 20 Wahllokale warten auf die jeweiligen Wähler, neun davon sind  in den Ortsteilen Zschauitz, Folbern, Bauda, Walda-Kleinthiemig, Wildenhain, Zabeltitz, Görzig, Skäßchen und Strauch eingerichtet. Für den ersten Wahlgang konnten 154 Personen gewonnen werden, die in den einzelnen Wahlvorständen für den ordnungsgemäßen Ablauf sorgen. Um den zu erwartenden hohen Anteil der Briefwahl abzusichern, sind drei Briefwahlvorstände gebildet worden, die ab 18 Uhr im Rathaus getrennt die Auszählung vornehmen. Behördlichen Empfehlungen folgend, werden die Wahlvorstände in den allgemeinen Wahlbezirken nur mit der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanzahl an Personen besetzt.

Und natürlich wird Corona auch in den Wahlräumen seine Auswirkungen haben. Bindend sind beispielsweise das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des Wahlgangs sowie die Einhaltung eines Mindestabstandes von anderthalb Metern zu Personen aus anderen Hausständen. Warteschlangen sollen möglichst vermieden werden. Und sogar zu einem eigenen Schreibgerät, möglichst Kugelschreiber, wird wegen möglicher Ansteckungsgefahren geraten. Die Stimmabgabe kann zwischen 9 und 18 Uhr erfolgen.

Ob es am Sonntag dann schon einen neuen gewählten Landrat gibt, dürfte Schätzungen zufolge gegen 20 Uhr klar sein. Drei Kandidaten stellen sich dem Votum: Ralf Hänsel (parteilos, Kandidat der CDU), Elke Siebert (Bündnis 90/Grüne) und Thomas Kirste (AfD). Für eine Direktwahl sind 50 Prozent der abgegebenen Stimmen nötig. Anderenfalls gibt es einen zweiten Wahlgang am 8. November. Für diesen, so heißt es aus dem Großenhainer Rathaus, würden noch vereinzelt Wahlhelfer gesucht. 

Bei der letzten Landratswahl im Jahr 2015 hatte sich Arndt Steinbach (CDU) mit rund 60 Prozent der Stimmen durchgesetzt. In Großenhain erhielt er knapp 54 Prozent. Die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren lag in der Röderstadt bei rund 46 Prozent.

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