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Warum blieb es in Kleinraschütz dunkel?

Eine Anwohnerin registrierte verwundert, dass vergangene Woche zeitweise der Weg durch ihren Kiez unbeleuchtet blieb.

Schrittweise werden alte Straßenlampen durch LED in Großenhain und seinen Ortsteilen ersetzt.
Schrittweise werden alte Straßenlampen durch LED in Großenhain und seinen Ortsteilen ersetzt. © Kristin Richter

Großenhain. Wenn Sigrid Marbold (* Name geändert) sich allmorgendlich von ihrer Wohnung in Kleinraschütz auf den Weg zur Arbeit macht, ist es neuerdings noch dunkel. Schließlich zieht langsam der Herbst ein. Doch schon vor einigen Wochen und zuletzt am Freitag und Sonnabend musste sie feststellen, dass auf mehreren Straßen des Ortsteils auch die Straßenbeleuchtung dunkel blieb. "Da wird man schon ein bisschen ängstlich", beschreibt Sigrid Marbold ihre Gefühlslage. Noch am Freitag gingen deshalb die Elektriker des Stadtbauhofes auf die Suche nach eventuellen Defekten der Straßenbeleuchtung im genannten Bereich, konnten aber nichts feststellen. Weitere Anfragen bzw. Bürgerhinweise habe es nicht gegeben.

"Kleinraschütz hat mehrere Schaltbezirke für die Straßenbeleuchtung", so Rathaussprecherin Diana Schulze. Die Dämmerungsschaltung zur Inbetriebnahme laufe aufgrund unterschiedlicher Lichtempfindlichkeiten sicherlich etwas zeitversetzt zwischen den Schaltbezirken. Hinzu komme die Einführung der Halbnachtschaltung von 21.45 bis 5.15 Uhr, die seit 2003 im Zuge der Haushaltkonsolidierung eingeführt worden ist. "Entsprechend der Festlegungen zur Reduzierung der Kosten für die Straßenbeleuchtung gehen im angegebenen Zeitraum ein oder auch mehrere hintereinander stehende Lampen aus", so Diana Schulze. Bei den Festlegungen zur Halbnachtschaltung seien Kreuzungsbereiche und unübersichtliche Stellen von der Ausschaltung der Beleuchtung ausgenommen worden. Auch die Beschaffenheit der Straße oder deren besondere Lage sei jeweils geprüft worden und ob sich bei Eintritt der Dunkelheit eventuell Gefahren ergeben könnten. Aus den Erfahrungen heraus seien mit der Einführung der Halbnachtschaltung  im Wesentlichen keinen negativen Auswirkungen zu verzeichnen gewesen, wie etwa eine Unfallhäufung. Deshalb besteht keine Notwendigkeit einer Änderung der jetzigen Vorgehensweise.

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Bei den Einschaltzeiten für die Beleuchtung werden "entsprechend der technischen Voraussetzungen in allen Stadtgebieten und Ortsteilen gleiche Maßstäbe angesetzt", erklärt die Sprecherin.

Mit der schrittweisen Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel werde keine Nachtabschaltung mehr vorgenommen. "Stattdessen ist es Ziel, eine Absenkung der Leuchtstärke für die Nacht einzubauen", so Diana Schulze.

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