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Fledermauskästen als Wohnort beliebt

Fünf Jahre nach ihrer Anbringung wurden sie nun kontrolliert -fachmännisch und mit der nötigen Vorsicht. Nicht immer waren nur jene dort, die hingehören.

Steffen Pocha bei der Kontrolle eines Fledermauskastens, in dem Große Abendsegler hängen.
Steffen Pocha bei der Kontrolle eines Fledermauskastens, in dem Große Abendsegler hängen. © Foto: Friedheim Richter

Großenhain. Sie sind ein Überbleibsel des Ausbaus der Bahnlinie Dresden – Berlin, Bauabschnitt Großenhain. Gut vier, fünf Jahre ist es her, als die Deutsche Bahn AG unter anderem 94 Fledermauskästen für in Anspruch genommene Biotopflächen im Stadtpark als sogenannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen angebracht hat. Bei den Behausungen in ganz unterschiedlicher Größe, so Diana Schulze, handle es sich sowohl um Sommerkästen als auch Überwinterungskästen. "Einige Kästen befinden sich unter den Eisenbahnbrücken, die meisten wurden jedoch an den Bäumen des Parks befestigt", erklärt die Großenhainer Rathaussprecherin.

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Fünf Jahre nach der Anbringung haben nun ehrenamtliche Naturschützer unter Leitung von Steffen Pocha, Artenschutzbetreuer Fledermäuse, im Februar 2021 die Kästen kontrolliert. Erfreulicherweise sei dabei festzustellen gewesen, dass in vier der Überwinterungskästen insgesamt gut 70 Fledermäuse vorgefunden werden konnten. Dies wäre umso erfreulicher, da nach dem Pfingsttornado im Jahr 2010 zahlreiche Altbäume mit natürlichen Baumhöhlen als Quartiere für Fledermäuse und Vögel verlorengegangen waren. In weiteren neun Kästen habe man anhand von Kotresten nachweisen können, dass diese ebenfalls als Sommerquartiere von Fledermäusen gut genutzt werden. Dies zeige zum einen, dass die aufwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen tatsächlich dem Artenschutz dienen und besonders in Bereichen mit wenigen höhlenreichen Altbäumen einen Ersatz bieten. Zum anderen seien aber auch zahlreiche Fledermauskästen durch Vögel oder andere Tiere wie Wespen und Spinnen belegt worden. Sie könnten damit von den eigentlichen Mietern nicht mehr angenommen werden.

Wichtig deshalb: Eine regelmäßige Pflege, die einen hohen Aufwand verursache, sei daher unbedingt notwendig. Eine Aufgabe, bei der auch die Deutsche Bahn AG künftig mehr als bisher gefordert sein könnte.

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