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"Bis jetzt ist alles beherrschbar"

Schnee und Eis fordern den Großenhainer Winterdienst heraus. Vorerst geht es ums Räumen. Gestreut wird später.

Viel Schnee, wenig Verkehr: Wie hier in Großraschütz zeigte sich Großenhain und sein Umland am Sonntag von seiner eisigen Seite.
Viel Schnee, wenig Verkehr: Wie hier in Großraschütz zeigte sich Großenhain und sein Umland am Sonntag von seiner eisigen Seite. © Foto: Thomas Riemer

Großenhain. Der befürchtete halbe Meter Schnee war es (noch) nicht. Aber auch die knapp 20 Zentimeter, die in der Nacht zum Sonntag auch Großenhain und Umland in eine Winterlandschaft verwandelten, bedeuten eine große Herausforderung. Schon in den frühen Morgenstunden waren daher die Mitarbeiter und Fahrzeuge des Stadtbauhofes unterwegs, um Straßen und Plätze zu räumen.

"Es ist soweit alles in Ordnung", bestätigte Rathaussprecherin Diana Schulze am Sonntagmittag nach Rücksprache mit dem Bauhof. "Alles ist bislang beherrschbar." Der Winterdienst arbeite in zwei Schichten. Vorerst gehe es darum, die Straßen zu räumen. Streuen mache noch keinen Sinn, solange Neuschnee hinzukomme. Sobald aber kein Schnee mehr fällt, wird selbstverständlich gestreut.

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Autofahrer hatten sich offenbar frühzeitig auf die Wetterkapriolen eingestellt. Nur sehr wenige Fahrzeuge waren unterwegs, darunter zum Beispiel Pflegedienste. Der Aufruf, unnötige Fahrten zu vermeiden und das Auto stehen zu lassen, zeigte Wirkung. Dass der Wintereinbruch an einem Sonntag kam, wo ohnehin nur wenig Menschen zur Arbeit müssten, erwies sich als Glücksfall.

Zumindest der Busverkehr wurde am Sonntag soweit möglich gewährleistet, Reisende mussten jedoch bei den Überlandbussen mit Verspätungen oder Einschränkungen rechnen. Komplizierter ist es bei der Bahn. Bis voraussichtlich Montag ist der Zugverkehr zwischen Ruhland und Dresden mit Halt unter anderem in Großenhain und Priestewitz eingestellt, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Vor allem Schrankenanlagen sind offenbar von Schnee und Eis beeinträchtigt. Das bestätigten Autofahrer, die am Sonntag längere Zeit in Priestewitz warten mussten, weil die dortige Schranke sich nicht öffnete.

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