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Zu wenig potenzielle Gas-Abnehmer

Thiendorf wird vorerst nicht ans Gasnetz der Sachsen-Energie angeschlossen. Der Aufwand rechnet sich momentan nicht.

Symbolbild
Symbolbild © Oliver Killig

Thiendorf. Der Ort Thiendorf wird in absehbarer Zeit keinen Anschluss ans Sachsen-Energie-Gasnetz bekommen. Das erklärte Bürgermeister Dirk Mocker nach einer Bürgeranfrage im Gemeinderat. Der Energieversorger brauche eine Mindestabnahme von etwa 15 Megawatt, um den Neubau einer Leitungstrasse vom benachbarten Schönfeld wirtschaftlich darstellen zu können. Das sei nicht einmal gewährleistet, wenn sich größere Energieverbraucher wie die Gärtnerei Elsner anschließen würden. Die einzige Möglichkeit, doch noch eine Gasversorgung auf die Beine zu stellen, sei die Neuansiedlung eines Großabnehmers im Gewerbegebiet. Für neue Gasleitungen gibt es keine staatliche Förderung wie etwa beim Breitbandausbau. Deshalb sind für die Anbieter allein wirtschaftliche Erwägungen maßgeblich.

Im Falle von Schönfeld hatte Sachsen-Energie den Auftrag zur Glasfaserverkabelung genutzt, um gleichzeitig ein Gasrohrnetz in die Erde zu bringen. Um dieses bis nach Thiendorf zu erweitern, ist allerdings eine Millioneninvestition notwendig, weil eine aufwendige Autobahn-Unterquerung gebaut werden müsste. Dieser Aufwand wäre durch die zu erwartenden Erträge in der jetzigen Situation nicht gedeckt. Das hatte Sachsen-Energie (damals noch Enso) im vorigen Jahr auch gegenüber der SZ erklärt. (mm)

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