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Großer Andrang zum Welterbetag

Hunderte Menschen haben am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein zum Welterbetag den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau im Nordosten Sachsens besucht.

© ZB

Bad Muskau. Hunderte Menschen haben auch in Sachsen den bundesweiten Welterbetag der Unesco gefeiert. Der freie Eintritt lockte am Sonntag viele Familien aus Polen und Deutschland in die einzige Welterbestätte des Landes, den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. „Der Welterbetag hat sich bewährt“, sagte der Präsident der Deutschen Unesco-Kommission, Walter Hirche, bei der Auftaktveranstaltung in der deutsch-polnischen Anlage im Nordosten des Freistaats. Er wünscht sich aber noch mehr Bewusstsein dafür, dass deutsche Stätten Teil eines internationalen Netzes sind.

Die Aktion 2014 stand unter dem Motto „Unesco-Welterbe ohne Grenzen“. Es gelte deutlich zu machen, dass das eigene Erbe zugleich das Erbe anderer sei, Fremdes und Eigenes in positivem Zusammenhang stehen, betonte Hirche. „Insofern ist es auch ein Beitrag zum Frieden.“ Der Muskauer Park, der zu zwei Dritteln auf polnischem Gebiet liegt, sei ein „Symbol der Kultur des Friedens in Europa“, sagte Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos).

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Das rund 380 Hektar große Gartenkunstwerk aus dem 19. Jahrhundert kam 2004 durch einen länderübergreifenden Antrag auf die Unesco-Liste. Seit 1990 investierten Freistaat und Bund rund 50 Millionen Euro in die Rekonstruktion auf deutscher Seite. „Der Erfolg beruht auf dem Willen beider Nationen, ihr gemeinsames kulturelles Erbe zu erhalten, zu pflegen und paritätisch zu entwickeln“, betonte die Ministerin. (dpa)