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Großes Interesse an Gesundheitsberufen

Die Heimerer Schule hat sich künftigen Schülern vorgestellt. Die kommen manchmal von weit her.

© André Braun

Von Jens Hoyer

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Döbeln. Nein, in der Altenpflege wollte Christine Glöckner eigentlich nie arbeiten. Bis eine Freundin sie überredete, mit auf Tour zu den Patienten zu gehen. Jetzt ist die 45-Jährige – die eigentlich Friseurin ist und 18 Jahre im Malerhandwerk gearbeitet hatte – schon im zweiten Ausbildungsjahr in der Heimerer Schule. „Ich muss viel lernen. Aber der Ehrgeiz ist da. Ich kann mit meinen Kindern wetteifern, wer die besten Zensuren hat“, sagte sie.

Die Aussichten, in dem Beruf Fuß zu fassen, sind glänzend. In praktisch allen Gesundheitsberufen werden Mitarbeiter gesucht, sagte Anja Henschel, die Leiterin der Schule. Am Dienstag haben sich beim Tag der offenen Tür potenzielle Schüler über die Ausbildungsmöglichkeiten informiert.

Die meisten Bewerber sind Berufseinsteiger. Die Zahl der Umschulungen hat deutlich abgenommen, so die Leiterin. Was auch kein Wunder ist bei der Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Wir haben viele Gespräche geführt. Das größte Interesse gab es für die Richtung Physiotherapie“, sagte die Leiterin. Die Vorlieben der Bewerber wechseln immer mal.

Was gut läuft, ist die Altenpflegehilfe. „Das ist für Hauptschüler eine Chance, zu einem Realschulabschluss zu kommen“, sagte Anja Henschel. Den gibt es bei Notendurchschnitt 3,0 und besser. „Sie können dann eine Ausbildung in der Altenpflege oder Gesundheits- und Krankenpflege dranhängen. Es gibt in jedem Jahrgang ein paar Schüler, die diesen Weg gehen, die ihre Chance erkennen und nutzen. Da spielen oft unsere Kooperationspartner eine Rolle, bei denen unsere Schüler ihren praktischen Teil absolvieren und die ihnen Angebote machen“, so die Schulleiterin.

Im September sollen möglichst sechs komplette Schulklassen in den verschiedenen Ausbildungsbereichen gebildet werden. Ob das gelingt, wird sich in den kommenden Monaten erweisen. Vom Interesse war die Schulleiterin schon mal angetan. Auch aus Cottbus, wo Heimerer sich bei einer Messe vorgestellt hatte, sind zwei künftige Schüler mit unterschriebenen Anträgen gekommen. Heimerer bietet seinen Schülern auch Unterkunft im eigenen Wohnheim an. Das kostet zwischen 140 und 190 Euro im Monat. Seit der Freistaat Sachsen seine freien Schulen besser finanziert, muss bei Heimerer auch kein Schulgeld mehr bezahlt werden.

Derzeit lernen bei Heimerer etwa 250 Schüler die Berufe Altenpflege und Altenpflegehilfe, Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie, Heilerziehungspflege. Im Bereich der Podologie, der medizinischen Fußpflege, soll möglichst im März ein berufsbegleitender Kurs beginnen.