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Döbeln

Großes Kino im Sporthaus

Die Roßweiner Sportler organisieren Nachwuchsturnier der Superlative: 112 Boxer aus 28 Vereinen bestreiten 68 Kämpfe.

Mit Begeisterung dabei beim 20. Eispokal des Roßweiner SV: Abteilungsleiter Tobias Hinke (links) und das Boxteam Döbeln/Roßwein.
Mit Begeisterung dabei beim 20. Eispokal des Roßweiner SV: Abteilungsleiter Tobias Hinke (links) und das Boxteam Döbeln/Roßwein. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Die Erleichterung war dem Abteilungsleiter Boxen des Roßweiner SV deutlich anzusehen. Mit seinem Organisationsteam hatte er mit dem 20. Eispokal einmal mehr über zwei Tage eine tolle Boxsportveranstaltung in der Muldenstadt organisiert.

„Es ist super gelaufen, auch die angereisten Vereine haben uns absolut gelobt“, freute sich der Sportfunktionär und fügte an: „Es hat über 60 Kämpfe gegeben, sodass wir wieder eines der größten, wenn nicht sogar das größte Nachwuchsboxturnier in Deutschland ausgerichtet haben. Alle waren begeistert.“ 

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Insgesamt 216 namentliche Meldungen hatte Turnierleiter Steve Hengst im Vorfeld für die mittlerweile traditionelle Veranstaltung erhalten. Im Jahr 1999 hatten, nach der Neuausrichtung der Abteilung Boxen des Roßweiner SV, Dieter Korman und Horst Merkel dieses Turnier ins Leben gerufen. Seitdem besitzt der Eispokal einen festen Platz im deutschen Boxsportkalender.

Nach vorher erfolgter Gruppeneinteilung gingen 112 Boxer aus 28 Vereinen aus Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen sowie aus Niedersachsen über die Waage. So erlebten die Zuschauer insgesamt 68 Kämpfe im Roßweiner Sporthaus.

 Für das Boxteam Döbeln/Roßwein stiegen James Farin Riedel, Hermann Hesse, Moritz-Alexander Klemm, Kevin Becker und Annika Borchert in den Ring. Die geplanten Gruppengegner von Jason-Maik Hennig und Tina Händler hatten krankheitsbedingt abgesagt, sodass beiden Sportlern nur die Zuschauerrolle blieb.

Im Rahmen der 39 Halbfinalkämpfe traf James Farin Riedel auf den Dresdner Melik Babaiev. Gegen den variablen Gegner fand er überhaupt nicht in den Kampf und verlor einstimmig nach Punkten. Hermann Hesse kämpfte im Halbfinale gegen den großgewachsenen Gerresheimer Miguel Rubia. 

Nach gutem Beginn in Runde 1, verlor er in Runde 2 durch RSC nach einer unglücklichen Entscheidung des Kampfgerichtes. Moritz-Alexander Klemm stand im Halbfinale Blejon Sejdaj vom BSK Hannover-Seelze gegenüber, den er durch RSC in der 2. Runde besiegen konnte. Kevin Becker traf in einem vorgezogenen Finalkampf auf den Zittauer Idris Zhamaldinov. In einem kampfbetonten Gefecht siegte der Döbelner am Ende knapp, aber verdient, nach Punkten.

In den 29 Finalekämpfen stiegen nochmals drei einheimische Aktive in den Ring. Hermann Hesse traf dabei auf den Bitterfelder Timothy Gabriel, den er verdient nach Punkten besiegte. Moritz-Alexander Klemm stand dem Gerresheimer NRW-Vizemeister Hamsa Auragh gegenüber, der den Kampf durch RSC in Runde 3 für sich entschied. Annika Borchert besiegte die Oschatzerin Marie Adam durch RSC in Runde 1 und sicherte sich damit den Turniersieg.

Die Ehrenpokale für die besten Leistungen der einzelnen Altersklassen erkämpften bei den Schülern Murad Mukakiev vom BV Weimar, bei den Kadetten Toni Schneider vom BV Weimar, bei den Junioren Thoralf Schöllner vom BR Atlas Leipzig, bei der Jugend Rawa Abdulkarim vom BSK Hannover-Seelze. 

Als Beste Boxerin wurde Josie Neuschild vom BR Delitzsch ausgezeichnet. Für die beste technische Leistung wurde Evan Escher vom SV Schwarzenberg und für die beste kämpferische Leistung Kacper Gardyasz vom Tus Gerresheim geehrt.

 Den Mannschaftspokal gewann in diesem Jahr erstmals die Mannschaft vom TuS Gerresheim (Nordrhein-Westfalen) mit 22 Punkten vor dem BV Weimar mit 17 Zählern und den LSP Frankfurt/Oder mit 15 Punkten. „Es war ein sportlich hochwertiges Turnier, bei dem auch die jüngeren Akltersklassen boxen dürfen. Das Niveau wächst jedes Jahr“, resümierte Turnierleiter Steve Hengst zufrieden. (DA/she/dwe)

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