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Großputz im Großen Garten

Auf den Wegen im Park werden Schäden eines Wasserrohrbruchs beseitigt. Die Holzbrücke in der Hauptallee wird auch saniert.

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© Sven Ellger

Von Nora Domschke

Das war ein ungewöhnlicher Anblick, als sich am 10. August vergangenen Jahres die Wassermassen über die Karcherallee in den Großen Garten ergossen. Der Grund war ein Wasserrohrbruch. Nun werden die Spuren der Fluten beseitigt. Nicht die einzige Investition des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilen- und Baumanagement (SIB). Rund zwei Millionen Euro bezahlt der Freistaat jährlich, um den Großen Garten instand zu halten. Die SZ zeigt, was in diesem Winter alles gemacht wird.

Gehwege: Fußgänger spazieren im Frühjahr wieder ungehindert

Noch ist der Weg entlang des Carolasees zwischen dem Carolaschlösschen und der Querallee gesperrt. Dort wurden die sandgeschlämmten Decken erneuert. Auch auf der Herkules- und der Hauptallee sowie entlang der Karcherallee versperren Bauzäune Spaziergängern den Weg. Der östliche Teil der Herkulesallee wurde zwar bereits im vergangenen Jahr nach historischem Vorbild mit einer Decke aus Kalksteinsplitt saniert. Ein Rohrbruch sorgte im vergangenen Jahr allerdings dafür, dass ein Teil des sanierten Bereichs überschwemmt wurde. Dort werden nun noch die letzten Spuren beseitigt. Schuld war eine geborstene Wasserleitung an der Ecke von Herkulesstraße und Karcherallee. Die Fluten hinterließen eine bis zu 30 Zentimeter dicke Schlammschicht.

Gleise: Die Parkeisenbahn rollt ab Ostern über neue Schienen

Damit am Gründonnerstag die mittlerweile 67. Fahrsaison pünktlich starten kann, sind im Großen Garten Mitarbeiter der Parkeisenbahn unterwegs, um die gesamte Gleisanlage samt Weichen auf Schäden zu kontrollieren. Das passiert in jedem Frühjahr. Bereits im Winter 2014/15 wurde der Gleisabschnitt zwischen dem Bahnhof an der Gläsernen Manufaktur und dem Bahnhof Zoo saniert. Dabei wurden die Gleise und Holzschwellen komplett abgebaut und erneuert. Damit sich die Schienen besser in die Gartenlandschaft integrieren, wurde nun nach und nach der Mittelstreifen zwischen den Gleisen begrünt.

Brücke: Die Holzbrücke in der Hauptallee ist marode und gesperrt

Schon seit vergangenem Jahr ist die nördliche Brücke auf dem Nebenweg der Hauptallee für Fußgänger gesperrt. Obwohl auch auf der asphaltierten Hauptallee genug Platz ist, sorgt die lange Sperrung offenbar für Ärger. Ein Spaziergänger hat seinen Unmut darüber mit einem Schriftzug auf dem Verbotsschild kundgetan: „Seit Sommer 2015!“ ist dort zu lesen. Auch, wenn die rot-weißen Baken keinen schönen Anblick in der idyllischen Parklandschaft bieten, war die Sperrung dringend erforderlich. Eine Prüfung hatte Schäden an den Hauptträgern ergeben, erklärt SIB-Sprecherin Andrea Krieger. Derzeit wird die Sanierung des hölzernen Bauwerks geplant. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten dafür beginnen, sodass die Brücke bald wieder für Spaziergänger geöffnet werden kann.

Mosaikbrunnen: Ab Juni sprudelt das Wasser im sanierten Becken

In diesem Sommer soll ein weiteres Großprojekt des SIB beendet werden: die Sanierung des 90 Jahre alten Mosaikbrunnens. Das bunte Kunstwerk wurde 1926 für die Internationale Gartenbau-Ausstellung gebaut. Seit Dezember 2014 wird es nun schon restauriert. Weil die Brunnenschale Risse hatte und undicht war, musste die Stahlbetonkonstruktion unter der Mosaikoberfläche repariert werden. In mühevoller Kleinarbeit wurden die Mosaiksteinchen aus der inneren Schale entfernt. Anschließend musste zunächst ein neues Fundament gebaut und die Schale mit Beton ausgekleidet werden.

Nun setzen die Restauratoren das Mosaikmuster wieder Steinchen für Steinchen zusammen. Damit im Juni das Wasser wieder sprudeln kann, wurden außerdem die komplette Brunnentechnik und die Beleuchtung erneuert.