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Großweitzschen hat einen neuen Bürgermeister

Mit einem eindeutigen Ergebnis gewinnt Jörg Burkert die Wahl. Die Gemeinde braucht nun einen neuen Stellvertreter.

© André Braun

Von Eric Mittmann

Großweitzschen. Aufgeregt, fix und fertig, sagte Jörg Burkert über seinen Gefühlszustand, als um etwa 18.30 Uhr die ersten Ergebnisse einliefen. Eine halbe Stunde später stand fest: Der Kandidat der Freien Wähler und bisherige kommissarische Bürgermeister wird die Gemeinde auch in den nächsten sieben Jahren leiten. „Natürlich freue ich mich. Wer würde sich nicht freuen bei einem solchen Ergebnis“, sagte Burkert, nachdem die Entscheidung feststand.

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Herausforderer Sebastian Wloch (CDU) konnte nur 423 Stimmen erzielen.
Herausforderer Sebastian Wloch (CDU) konnte nur 423 Stimmen erzielen. © André Braun

Mit 1 052 zu 423 Stimmen gewann er gegen seinen Kontrahenten, Gemeinderat Sebastian Wloch von der CDU. Dieser zeigte sich deutlich niedergeschlagen von dem Ergebnis, bedankte sich jedoch auch bei den Bürgern für ihr Vertrauen. „Das Ergebnis zeigt ja, dass wir die Leute mit unseren Zielen erreichen konnten, auch wenn es leider nicht alle waren“, so Wloch. Die Erfahrung mit den Bürgern Großweitzschens sei für ihn sehr spannend gewesen und habe seine Arbeit als Gemeinderat bereichert. „Auch in Zukunft möchte und werde ich mich natürlich in dieser Funktion für die Gemeinde einsetzen“, erklärte Wloch. Seinem Kontrahenten wünschte er viel Kraft und Energie und dass er gute Entscheidungen trifft.

Burkert bedankte sich zunächst bei seiner Familie, seinen Freunden sowie den Freien Wählern für ihre Unterstützung. „Mein Dank geht natürlich auch an die Bevölkerung für ihr Vertrauen. Das Ergebnis ist dadurch sehr eindeutig ausgefallen“, so Burkert. Er selbst habe eine knappere Entscheidung erwartet. „Ich dachte, die Damen in der Gemeinde sitzen noch die ganze Nacht und zählen Stimmen aus.“

Die Wahl in Zahlen

2239 Wahlberechtigte konnten ihre Stimme am Sonntag in den vier Wahlbezirken Gallschütz, Großweitzschen, Mockritz und Westewitz abgeben. Darüber hinaus war eine Briefwahl möglich. 1484 Großweitzschener folgten dem Aufruf.

Die Wahlbeteiligung lag somit bei 66Prozent. Etwa sechs Prozent höher als bei der letzten Bürgermeisterwahl 2011.

Von den 1484 abgegebenen Stimmen gingen 1052 an Burkert. Gemeinderat Sebastian Wloch kam lediglich auf 423Stimmen.

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Insgesamt haben 1 484 von 2 239 wahlberechtigten Großweitzschenern ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 66 Prozent entspricht. Diese liegt somit höher als bei der letzten Bürgermeisterwahl vor sieben Jahren, bei der etwa 60 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Die Amtszeit des damals gewählten Ulrich Fleischer endet am 7. August, weshalb nun Bürgermeisterwahlen notwendig wurden.

Gemeinderat Sebastian Wloch erklärte, dass er die Arbeit der Gemeinde künftig öffentlicher machen möchte. „Wir haben gesehen, dass unsere Handlungen nicht in Gänze bei den Bürgern bekannt sind. Wir wollen, dass die Leute künftig besser informiert werden“, so Wloch.

Das Thema Transparenz war im Wahlkampf immer wieder in den Vordergrund getreten. Auch Burkert hatte erklärt, sich künftig für mehr Offenheit einzusetzen. Seine Tür stehe immer offen und auch Bürgersprechstunden könnten jederzeit arrangiert werden. „Zudem bin ich ganz oft im Gemeindegebiet unterwegs“, hatte er erst vergangenen Montag bei einer Podiumsdiskussion gesagt.

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Zunächst stehen für den neuen Bürgermeister jedoch Amtseinführung und Vereidigung an. Mit der Wahl Burkerts verliert die Gemeinde zudem ihren ersten stellvertretenden Bürgermeister. Dieser muss nun neu gewählt werden. „Jetzt wird aber erst einmal gefeiert. Ab morgen arbeiten wir dann“, sagte Burkert.