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Döbeln

Knappe Kassen in Großweitzschen

Die pauschale Zuweisung des Freistaates von 70.000 Euro fließt in den Haushalt. Damit sind nicht alle Räte zufrieden.

Symbolbild: Das Geld ist knapp. Deshalb muss die Gemeinde Großweitzschen sparen.
Symbolbild: Das Geld ist knapp. Deshalb muss die Gemeinde Großweitzschen sparen. © dpa

Großweitzschen. Die pauschale Zuweisung zur Stärkung des ländlichen Raumes für 2020 in Höhe von 70.000 Euro fließt in den Haushalt der Gemeinde Großweitzschen. Diesen Beschluss fassten die Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung.

Der Freistaat Sachsen hat den Gemeinden für die Jahre 2018, 2019 und 2020 jeweils 70.000 Euro zur freien Verfügung gestellt. „Wie in den vergangenen beiden Jahren auch, müssen wir dieses Geld zum Ausgleich des Haushalts nehmen“, sagte Kämmerin Elke Görs. 

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Mit dem Haushaltsplan sei dies bereits beschlossen worden, doch müsse ein separater Beschluss dazu gefasst werden, so die Kämmerin.

Schon Ende des vergangenen Jahres, als es um die Verwendung der Pauschale ging, äußerten einige Gemeinderäte ihre Bedenken. Sebastian Wloch (CDU) hatte außerdem gefragt, wie es um den Haushalt der Gemeinde steht, wenn die pauschale Zuweisung ab dem Jahr 2021 nicht mehr vom Freistaat gezahlt wird. 

Kämmerin: "Wir versuchen, hart zu sparen"

„Schlimmstenfalls muss man den Gürtel sehr eng schnallen“, hatte die Kämmerin damals auf diese Frage geantwortet.

In ihrem Bericht zum Haushalt wies Elke Görs darauf hin, dass zum 30. Juni 2020 eine negative Bilanz in den Büchern steht. Gründe dafür sieht sie in der Corona-Pandemie und dass dadurch weniger Einnahmen generiert werden konnten.

„Wir versuchen, hart zu sparen, damit die Defizite wieder ausgeglichen werden können“, so Görs. Es sei noch nicht klar, in welcher Höhe die Gemeinde Zuwendungen vom Land bekommt, mit denen Ausfälle zum Beispiel bei der Gewerbesteuer ausgeglichen werden sollen.

Sie sei optimistisch, dass das Defizit bis zum Ende des Jahres zum großen Teil abgebaut werden könne.

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