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Großzügige Spenden bei Neujahrsempfang

Beim Neujahrsempfang blickt die Stadt in die Zukunft. Für einige Aufgaben gibt es Hilfe aus der Partnerstadt.

© Dietmar Thomas

Von Andreas Neubrand

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Waldheim. Ganz unter dem Motto „Für ein Waldheim in guter Lage und mit schöner Aussicht“ stand der diesjährige Neujahrsempfang in Waldheim. In diesem Rahmen gab Ina Pugell, Geschäftsführerin der Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft, einen kleinen historischen Abriss über die Gesellschaft sowie einen Ausblick auf die künftige Wohnungssituation der Stadt.

Nach der Wende sei das Unternehmen mit einem Kapital von 43 Millionen Euro gestartet. Damals noch gemeinsam mit Hartha und Waldheim. „Leider schmolz unser Vermögen durch die Trennung von Hartha auf 24,5 Millionen Euro“, so Pugell. „Dazu kamen noch Kredite aus den Zeiten der DDR, die uns zusätzlich belasten.“ Doch in den letzten Jahrzehnten lernte Ina Pugell auch das Positive an dieser Situation zu sehen. „Im Gegenzug hatten wir keine Treuhand-Anstalt zu ertragen, die uns zerschlagen und verkaufen konnte“, bemerkte die Geschäftsführerin.

In Ihrem Ausblick verwies Ina Pugell darauf, dass Wohnungsbau und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen. „Eine Stadt kann sich nur entwickeln, wenn sie drei Bedingungen erfüllt: Gute Berufsaussichten, attraktive Wohnungsbedingen und familiäre Bindungen“, sagte Pugell. „Dazu sind Punkte wie Arbeitsmarkt, Stadtentwicklung, Image und soziale Entwicklung entscheidend.“ In diesem Zusammenhang lobte sie das große Potenzial, das Waldheim in diesen Punkten hat. Doch darauf dürfe man sich nicht ausruhen. „Wir müssen ständig neue Ideen entwickeln, um die Stadt weiter auszubauen und attraktiver machen.“

Um eine Verschönerung ganz anderen Art ging es bei der Spendenübergabe durch die Stiftung Matthees aus der Partnerstadt Landsberg am Lech. Stellvertretend für die Oberschule nahmen Jan Genscher und Holger Euchler eine Spende in Höhe von rund 7 100 Euro aus den Händen von Gabriele und Ralph Matthees entgegen. Ebenfalls freuen konnte sich Holger Schütze, der für die Jugendfeuerwehr einen Scheck über fast 2 000 Euro erhielt.

In seiner Begrüßungsrede blickte Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück. Dabei spannte er den Bogen vom Neujahrskonzert, über die Renovierung der Grundschule und das Stadtfest im Sommer bis hin zum ersten Spatenstich für das neue Seniorenheim. „2017 war ein bewegtes Jahr“, so Ernst. Seine Rede schloss er mit einem Dank an alle Mitarbeiter der Stadt sowie an alle Betriebe, Vereine und engagierte Bürger.

In die gleiche Kerbe schlug Gerd Pfeifer, Vorsitzende des Verschönerungsvereins rund um Waldheim. Er lobte vor allem die Zusammenarbeit der Vereine und die Hilfe der Handwerksbetriebe, wenn es darum gehe, Waldheim noch schöner zu machen. „Waldheim ist ein Schmuckstück. Aber Schmuck will gepflegt sein“, so der Vorsitzende.

Weitere Schmuckstücke konnte Bürgermeister Steffen Ernst aus den Händen des Künstlerpaars Christiane Jung und Rudolf Horn entgegennehmen. Die beiden stifteten einen Teil ihrer Bilder dem Waldheimer Stadt- und Museumshaus, mit der Auflage, dass die Bilder den Bürgern zugänglich gemacht werden. Steffen Ernst zeigte sich sehr erfreut über die Schenkung, die er bald ausstellen möchte: „Mit einem so schönen Geschenk beginnt das neue Jahr so gut und abwechslungsreich, wie das Alte geendet hat.“