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Radebeul

Schutz der Grünachse in der Stadtmitte 

Zwischen Paradiesstraße und Mühlweg will die Stadt Grünflächen erhalten.

Die Grünflächen sollen erhalten werden. Sie bieten Lebensraum für Tiere und sollen die Lebensqualität der Anwohner steigern.
Die Grünflächen sollen erhalten werden. Sie bieten Lebensraum für Tiere und sollen die Lebensqualität der Anwohner steigern. ©  dpa (Symbolbild)

Radebeul. Im März 2018 fiel die Entscheidung im Stadtrat, jetzt liegt der Entwurf des Bebauungsplans für das Areal zwischen Paradiesstraße und Mühlweg öffentlich aus. Dieser soll absichern, dass am Taleingang zum Lößnitzgrund keine großflächige neue Wohnbebauung entsteht. 

Das Areal wird im Norden von der Straße An der Jägermühle und im Süden von der Meißner Straße auf Höhe vom Weißen Roß begrenzt. Im Entwurf heißt es: „Es sollen in erster Linie die Voraussetzungen zur Erhaltung bzw. auch Wiedergewinnung innerstädtischer öffentlicher bzw. privater Frei- und Grünflächen geschaffen werden.“ Die Priorität liege beim Natur- und Gewässerschutzes, der Hochwasservorsorge und dem Stadtklima sowie der Nutzung des Areals als Erholungsgebiet.

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Abgesehen vom Weißen Roß, wo der Bebauungsplan-Entwurf auch Gastronomie zulässt, soll das Areal nicht gewerblich, sondern wie bisher als Wohngebiet genutzt werden. Außerdem festgelegt: Häuser dürfen auf nicht mehr als zwei Vollgeschosse erhöht werden. Außerdem wurde das vorgeschriebene Verhältnis, zu wie viel ein Grundstück bebaut werden kann, heruntergesetzt. Öffentliche und private Grünflächen und Gärten sollen grundsätzlich nicht weiter bebaut werden, um den Charakter der Grünachse zu bewahren.

Im Stadtrat war die Entscheidung damals nicht unumstritten. Von einem „Verhinderungsbauplan“ hatte etwa der ehemalige Stadtrat Jan Mücke (FDP) gesprochen und warf der Stadt künstliche Verknappung von potenziellem Baugrund vor. Zehn Stadträte stimmten gegen eine Veränderungssperre, vier enthielten sich.

Wer sich die Pläne genau anschauen möchte, inklusive Umweltbericht, Klimagutachten und Stellungnahme des Landratsamtes, kann das noch bis zum 27. September im Technischen Rathaus tun. Außerdem steht der Entwurf online unter www.bauleitplanung.sachsen.de. Bei der Stadt können Hinweise und Anregungen abgegeben werden.