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Gründerinnenpreis geht nach Kamenz

Susann Mütze übernahm 2015 den Tischlerbetrieb vom verstorbenen Vater und erfuhr nun eine ganz besondere Ehre.

© René Plaul

Dresden/Kamenz. Traditionelles Handwerk und innovative Architektur – aus diesen beiden Branchen kommen die Siegerinnen des sächsischen Gründerinnenpreises 2018, den Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping am Sonnabend in Leipzig verliehen hat. Der erste Preis, der mit 5 000 Euro dotiert ist, geht an Susann Mütze aus Kamenz, die seit 2015 die Tischlerei Mütze als Familienbetrieb nunmehr in siebenter Generation führt. Das Unternehmen, welches 1823 gegründet wurde, ist im Möbelbau zugange. Im Betrieb werden kleine Einzelstücke für Privatkunden bis hin zu Serien für Unternehmen gefertigt. Neben einem modernen Maschinenpark ist die Zusammenarbeit mit anderen Tischlereien der Region, mit Architekten und anderen Gewerken wichtig. Susann Mütze hat Holztechnik an der Fachhochschule Rosenheim studiert und arbeitete seit 2013 im väterlichen Betrieb, den sie nach dem plötzlichen Tod des Vaters übernahm. Sie setzte sich gegen 53 weitere Bewerberinnen für den sächsischen Gründerinnenpreis durch. „Ich freue mich, dass die wirtschaftlich aktiven Frauen in Sachsen zunehmend selbstbewusst und mutig nach vorn gehen und ihr Engagement auch öffentlich vertreten. Die Lust und die Leidenschaft für ihre Geschäfte und Betriebe rücken verstärkt in den Vordergrund“, sagte Petra Köpping bei der Auszeichnungsveranstaltung.

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Der zweite Preis (1 000 Euro) gingen an Dr. Nadine Glasow, Gründerin der universalraum GmbH, aus Dresden. Sie hat sich seit 2011 die Unterstützung des Gesundheitswesens durch Architektur, beispielsweise durch bauliche Suizidprävention, zur beruflichen und persönlichen Aufgabe gemacht. Und dies mit großem Erfolg. Als Anerkennung erhalten alle Bewerberinnen ein individuelles Plakat, welches ihre Teilnahme am Wettbewerb bestätigt. (SZ)