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Dresden

Grüne gegen Kiesabbau in Söbrigen 

Das Landschaftsschutzgebiet darf nicht geopfert werden, sagt ein Umweltpolitiker.

So wie im Kieswerk Pratzschwitz könnte es ab 2022 auch in Söbrigen aussehen.
So wie im Kieswerk Pratzschwitz könnte es ab 2022 auch in Söbrigen aussehen. © Norbert Millauer

As Skandal bezeichnet es Grünen-Stadtrat Wolfgang Deppe, dass in einem landschaftlichen Kleinod wie dem Elbtal zwischen Pillnitz und Söbrigen nach wie vor geplant wird, große Löcher in die Erde zum Kiesabbau zu baggern.  

Die Kieswerke Borsberg GmbH & Co. KG wollen dort ein Kieswerk errichten, wo auf knapp 32 Hektar Sand und Kies abgebaut werden soll. Bereits im August 2018 hat der Stadtrat den Oberbürgermeister beauftragt, mit allen Mitteln die ablehnende Haltung der Landeshauptstadt Dresden im Planfeststellungsverfahren zu vertreten. „Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister jetzt im Sinne des Stadtrats handelt und sich gegen das Kieswerk einsetzt“, so Deppe.

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Ohne Not würde in Söbrigen ein schwerwiegender und langanhaltender Eingriff in das Landschaftsbild erfolgen, sagt der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion.  Potenziell werde auch der Grundwasserspiegel abgesenkt mit unabsehbaren Folgen für den Obstanbau der HTW, von den Belastungen für die Menschen in Söbrigen durch Lärm, Staub und Erschütterungen ganz zu schweigen.  Die  Grünen lehnen diese Ausbeutung von Natur und Landschaft entschieden ab, es gebe genügend Alternativen für den Kiesabbau an weniger sensiblen Orten in Sachsen, sagt Deppe.   „Auch Möglichkeiten des Baustoffrecyclings werden bisher zu wenig genutzt.“

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