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Über 60 Neonazi-Treffpunkte in Sachsen

Die Grünen ermitteln nach eigenen Angaben eine höhere Zahl als die sächsische Regierung. Sie fordern bessere Aufklärung ein.

© dpa

Dresden. Die rechtsextreme Szene verfügt nach Einschätzung der Grünen in Sachsen landesweit über Immobilien, die für Treffen, Feiern oder Konzerte genutzt werden. Insgesamt hätten Neonazis Zugriff auf mehr als 60 Objekte - gemietet, gepachtet oder als Eigentum, teilte Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Landtagsgrünen, am Donnerstag mit. Dazu kämen rund 25 Läden oder rechte Vertriebsfirmen, die für Einnahmen sorgten.

Die Grünen beziehen sich auf Angaben der sächsischen Staatsregierung, die von 22 "rechtsextremistisch genutzten Immobilien" und zehn Neonazi-Vertrieben ausgeht. Dazu kämen eigene Recherchen der Grünen, teilte Lippmann mit.

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Er forderte Innenminister Roland Wöller (CDU) auf, die Kommunikation mit den betroffenen Kommunen und Landkreisen zu verbessern. Es müssten Handlungskonzepte erarbeitet werden. Ein erster Schritt sei eine Beratung von Gastronomen, damit diese frühzeitig erkennen, wenn sich Neonazis mit angeblichen Privatfeiern bei ihnen einmieten wollen, erklärte Lippmann. (dpa)

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