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Grüne raten zu Verzicht auf Ballons

Mit Gas gefüllte Luftballons sehen schön aus, können aber eine Gefahr für Tiere sein. Eine Stadt in NRW hat reagiert.

© Pixabay/3D_Maennchen

Osnabrück. Die Grünen in Niedersachsen befürworten einen Verzicht auf das Steigenlassen gasgefüllter Luftballons. "Steigen gelassene Luftballons landen in den allermeisten Fällen in der Natur. Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen", sagte Grünen-Landeschefin Anne Kura der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Auch Ballons aus Naturlatex seien daher keine echte Alternative.

Der NOZ zufolge reagiert Kura damit auf einen Beschluss der Stadt Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Aus Umweltschutzgründen soll bei Veranstaltungen der Stadt Gütersloh auf fliegende Gasluftballons verzichtet werden, wie der Umweltausschuss der Stadt am Montag mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen hatte. Betroffen sind alle städtischen Veranstaltungen und somit auch Kindergärten und Schulen.

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"Auf der einen Seite steht das kurze schöne Bild von bunten Ballons in der Luft, auf der anderen das von verendeten Vögeln", sagte Kura der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das niedersächsische Umweltministerium lehnte die Forderung ab. "In den Himmel steigende Luftballons haben die Menschen schon immer mit Träumen und Hoffnungen verbunden", sagte ein Sprecher von Landesumweltminister Olaf Lies (SPD) der NOZ. "Ein Ballonverbot rettet die Welt ganz bestimmt nicht." 

Niedersachsens Grünen-Chefin Anne Kura stellt klar, dass sie kein grundsätzliches Verbot von Luftballons verlangt. "Wir fordern kein generelles Luftballonverbot. Luftballons auf Kindergeburtstagen im Wohnzimmer sind völlig okay und machen Spaß", sagte Kura am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Mir geht es tatsächlich darum, dass, wenn man gasgefüllte Luftballons steigen lässt, die auf jeden Fall in der Natur landen und dann von Vögeln gefressen werden, die daran qualvoll verenden." (dpa)

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