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Grüne warnen vor Internet-Lücken

Mehr als jeder zweite Nutzer im Landkreis kann mit 30 Megabit pro Sekunde surfen. Ist das bald zu wenig?

© dpa

Dippoldiswalde. Nachdem klar ist, dass der Freistaat auch den Eigenanteil der Kommunen beim Internetausbau übernimmt, warnen die Grünen trotzdem vor einer drohenden Unterversorgung im Landkreis. Dieses Fazit zieht die Landtagsabgeordnete Claudia Maicher, netzpolitische Sprecherin der Grünen. „Wenn die Staatsregierung ihre Breitbandstrategie nicht schnellstens nachbessert, drohen wieder etliche weiße Flecken beim schnellen Internet“, sagt sie.

Die Grünen kritisieren vor allem, dass Gebiete, in denen mindestens 30 Megabit pro Sekunde beim Daten-Download erreicht werden, als versorgt gelten. Dort wird der Breitbandausbau nicht weiter gefördert. Das betrifft 61,4 Prozent der Haushalte im Landkreis, wie aus einer Antwort von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hervorgeht. Faktisch seien die Verbindungen oft langsamer. „Für viele Haushalte wird die Versorgung bald nicht mehr für eine normale Internetnutzung ausreichen“, befürchtet die Abgeordnete.

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100 Megabit nur ein Zwischenschritt

Auch bei den laufenden Ausbauprojekten könne von einem 100-Prozent-Glasfaser-Ausbau keine Rede sein. „Es ist wichtig, dass Landrat Michael Geisler entstehende weiße Flecken im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge jetzt identifiziert. Der Landrat und der Kreistag des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge müssen gegenüber der Staatsregierung Druck machen, damit die weiteren Ausbauperspektiven schnell auf den Tisch kommen“, sagt Maicher.

Die Grünen bezeichnen das ausgegebene Ziel von flächendeckend 100 Megabit pro Sekunde nur als Zwischenschritt. Damit solle man sich nicht aufhalten. Die Partei fordert den konsequenten Ausbau von Gigabitgeschwindigkeit. (SZ)